Wohnt eine neue Generation der Spießer im Schrebergarten?

 

30. September 2015, Wenn ich groß bin will ich auch mal Spießer werden! Recherche im Internet

 

„Schrankwand, Schrebergarten und Hobbykeller [...]“ (Krüger, Comeback des Spießers, S.1.) galten früher als Inbegriff der Spießigkeit, heute jedoch kommen sie immer mehr in Mode. Der kleinkarierte Spießer von damals soll aber nicht wieder ausgepackt werden. Es geht eher um die Sehnsucht nach Halt, Bodenständigkeit, Sicherheit und Orientierung. Da dies in der heutigen Zeit so wichtig geworden ist, werden von den jungen Menschen die Traditionen wiederbelebt, um in ihnen Halt zu finden. Es geht nicht mehr darum sich von der vorherigen Generation abzugrenzen, sondern von ihr zu lernen. Die Familie, ein gesicherter Arbeitsplatz und das Eigenheim werden in den Mittelgrund gerückt. (Krüger, Comeback des Spießers, S. 1.)

Dieser Generationenwechsel ist in der Gesellschaft so deutlich zu sehen, dass sogar die Werbung ihn schon aufgreift. Jeder kennt die LBS Werbung: „Wenn ich groß bin will ich auch mal Spießer werden.“ Darin ist dieser Wechsel beispielhaft dargestellt. Vater und Tochter sitzen nebeneinander während die Tochter von den Häusern und den Wohnungen ihrer Schulfreunde berichtet. Währenddessen wird die Umgebung gefilmt, durch welche man den Eindruck bekommt, dass der Vater zu der 1968er Bewegung gehört und alles spießige ablehnt, sprich Wohnung, Haus, Schrankwand usw. Aufgrund dessen erklärt er seiner Tochter, dass die von ihr beschriebenen Häuser spießig seien. Das Mädchen erwidert: „Wenn ich groß bin will ich auch mal Spießer werden.“ (Lbs Wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden.) Ein Paradebeispiel für die Trendwende in der jungen Gesellschaft.

Neben dem Gartenzwerg, galt der Schrebergarten als Hochburg der Spießers, dieses Image scheint er abgelegt zu haben, können sich doch die Schrebergartenvereine vor Anfragen kaum retten. Der Vorsitzende des saarländischen Landesverband der Kleingärtner spricht von so vielen Anfragen, dass sie den Bedarf gar nicht decken können. Interessenten sind dabei vor allem junge Eltern von 20 bis 25 Jahren. (Krüger, Comeback des Spießers, S. 1.) Auch die Gartenzwerge haben einen Imagewandel durchgemacht. Gerade weil die Baumärkte und die Werbung den Wertewandel mit einem Augenzwinkern betrachtet. Unspießiger als mit Bikerjacke, Sonnenbrille, Motorrad und Waffe kann man einen Gartenzwerg nicht mehr gestalten. Symbole wie der Gartenzwerg haben aber auch einen verbindenen Charakter, denn durch die Weiterreichung von Symbolen findet eine Vergemeinschaftung statt.

20. August 2015, Was haben Urban Gardening, DIY und Schrebergartentrends miteinander gemeinsam? Recherche in der Bibliothek zum Thema Urban Gardening

 

Es gibt grundsätzlich nur zwei Arten von Gärten: Erstens einen Garten, der ein Gegengewicht zum Alltag und eine Privatangelegenheit ist. Ein Gärtnern also, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Zweitens ein Garten, der mitten in der Stadt entsteht. Zwar suchen auch diese Gärtner nach Ruhe und Auseinandersetzung mit der Natur, allerdings suchen sie zugleich die Gemeinschaft mit Anderen. Bei dieser zweiten Kategorie spricht man von Urban Gardening. Diese Gärtner sehen eine neue Lebensqualität in der Stadt, indem sie innerstädtisch Lebensmittel anbauen, sie gemeinsam verzehren oder miteinander teilen. (Müller 2000, S. 9f.) „Urbanes Gärtnern ist in aller Regel soziales Gärtnern, es ist partizipativ und gemeinschaftsorientiert; der Garten wird als Lern- und Begegnungsort inszeniert und die Nachbarschaft in die Gestaltung des Outdoor-Sozialraums einbezogen.“ (Müller Urban Gardening, S. 23.)

Auch das Kleingartenwesen wird dem Urban Gardening zugeordnet, da der Schrebergarten einen Imagewande vollzogen hat. Durch diesen und das Aufkommen des Urban-Gardenings stieg das Interesse an Schrebergärten bei den jungen Generationen. Die am stärksten wachsende Gruppe sind junge Familien und Menschen mit Migrationshintergrund. Auch für Arbeitslose und Rentner wurden die Schrebergärten wieder attraktiv, denn für sie dient der Garten zur Selbstversorgung und als  alltägliche Beschäftigung. (Meyer-Renschhausen 2000, S. 28-30.)

Kurz zusammengefasst geht es beim Urban Gardening um die Lust am Gärtner, sowie eine gesunde, selbst geerntete Ernährung, die Gestaltung des Freiraums und das gemeinschaftliche Arbeiten. Genau diese Motivationen und Tendenzen sind auch in dem Trend hin zum Schrebergarten zu finden.

 

12. September 2015, Verbindungspunkte zum Urban Gardening? Recherche in der saarländischen Schrebergartenanlage Schiffweiler

 

Der verbindende Charakter beim Gärtnern ist auch im Schrebergartenwesen gegeben, denn auch er ist ein öffentlicher Ort an dem es um kulturellen Austausch geht. Als ich in Schiffweiler ankomme, parkt eine ältere Frau neben mir ein. Wir kommen ins Gespräch. Sie erzählt mir, dass sie gerade auf dem Weg ins Vereinsheim ist. Sie und andere Mitglieder treffen sich dort jeden Dienstag Nachmittag. Im Sommer werden auf dem Vereinsgelände dann anfallende Arbeiten erledigt. Im Winter trifft man sich, trinkt Kaffee zusammen und strickt. Es geht um das Miteinander dabei. Die Anlage in Schiffweiler erscheint mir von der Anzahl der Parzellen aus gesehen nicht sehr groß, allerdings fallen die Grundstücke hier sehr groß aus.

Auf den ersten Blick denke ich, dass die Grundstücke sehr groß sind und deswegen mehrere Bauwerke darauf stehen. Dann bemerke ich allerdings, das die Pächter sich diese teilweise teilen. Es gibt zwar einen Zaun rund um den Garten, darin stehen aber zwei Lauben. Vielleicht haben sich hier Freunde ein Grundstück zusammen angelegt um die Arbeit zu teilen.

Der im Urban Gardening so wichtige Aspekt des Gartens als Lern- und Begegnungsort ist auch für junge Kleingartenbesitzer mit Kindern sehr wichtig. Diese wollen den Stadtkindern die Natur näher bringen und setzen den Garten als Lehrstätte der Natur in Szene. Auch die Selbstversorgung mit Obst und Gemüse spielt eine große Rolle. Eine Kleingärtnerin in Schiffweiler bezeichnet sich selbst als Selbstversorger: „Ich würde niemals wieder Gemüse oder Obst im Supermarkt kaufen. Das hier schmeckt einfach viel besser." Die Qualität sei vergleichsweise einfach zu schlecht, außerdem wisse man ja nie woher die Produkte kommen und wie sie behandelt worden seien. Im Garten stehen zwei Apfelbäume und ein großes Gewächshaus. 

 

01. November 2015, Wie wird der Garten und die Laube genutzt? Erfahrungen aus den besichtigten Anlagen und Recherche in der Saarbrücker Zeitung

 

Der Kleingärtner Gerd Schlich könnte sich nicht vorstellen, jemals wieder ohne Garten zu leben. Nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes bei der Burbacher Hütte, gab der Garten ihm Halt und wurde eben zu seiner neuen Arbeitsstelle. Seine Laube hat er zu großen Teilen mit den eigenen Händen gebaut, sie besteht aus Holz und hat eine vorgebaute Terrasse. Meist verbringt er mit seiner Frau den ganzen Tag im Garten, sie genießen ihren Garten schon beim Frühstück um sechs Uhr morgens und verabschieden sich erst, wenn die Sonne untergegangen ist. (De Zalewski Siesta-Zeit.) Daran sieht man, dass er in seinem Garten mehr Zeit verbringt als in seiner Wohnung. Er wohnt also im Garten und geht nur zum schlafen nach Hause. Zudem hat seine Parzelle für ihn einen sehr wichtigen Platz eingenommen, es scheint fast so als wäre sie sein Lebensmittelpunkt. Er sagt ja auch: „Ohne Garten könnt´ ich nicht leben!“ (De Zalewski Siesta-Zeit.)

Eine Einstellung, die auch ein Rentnerpaar aus der Anlage St. Arnual vertritt, weswegen sie sich das Grundstück kauften und nicht nur pachteten. Auch diese beiden verbringen fast die gesamte Sommerzeit in ihrem Garten, sowie einen Teil der Winterzeit. Als ich sie und ihren Garten das erste Mal sehe, ist es fast als würde ich durch das Fenster einer Wohnung schauen. Wie in vielen Wohnungen sitzt die Frau zur Mittagszeit am Tisch und bereitet das Essen vor, während ihr Mann in einem Sessel sitzt und döst. Alles wirkt ruhig und idyllisch.

 

Damit dieser Eindruck entstehen konnte, musste an dem brach liegenden Grundstück viel gearbeitet werden. „Das Unkraut reichte uns bis an die Nasenspitze“, erzählt das Paar. „Da war gar nichts. Wir mussten alles roden und das Haus ließen wir uns bauen, dass wäre zu schwer gewesen für uns.“ Diesen Werdegang hielten die beiden mit Bildern fest, eine Angewohnheit, die man auch von Eigenheimbesitzern kennt. Beide sind sehr stolz auf ihren liebevoll und gemütlich eingerichteten Garten, der mit seinen vielen Sitzmöglichkeiten perfekt fürs Alter ist und dadurch zeigefreudig. Als sie anfingen, war die Anlage noch im Aufbau und ihrer Meinung nach viel schöner. Alles war ein weniger offener gestaltet, heute verbarrikadierten sich alle hinter Sichtschutz.  Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Gärten eher wohnlich gestaltet werden und deswegen die Besitzer das Gefühl haben, sie müssten wie in ihrer Wohnung ihre Privatsphäre schützen.

Allerdings geht trotz der erhöhten Schwelle zur Privatsphäre der Gemeinschaftssinn der Gärten nicht verloren. Das Ehepaar hat eine Dreier-Gemeinschaft mit umliegenden Gartenbesitzern. Sie freundeten sich an und bauten in ihre Zäune Zugänge zu den jeweiligen Gärten ein (Bild 2).

An Weihnachten dekorieren sie ihre Laube weihnachtlich und treffen sich darin mit den befreundeten Nachbarn um gemeinsam zu feiern. Deswegen gibt es in den Häuschen auch Öfen, damit sie es schön gemütlich haben über den Winter. Wie schon oben beschrieben gehören diese Kleingärtner zu denen, die den Garten zur Erholung nutzen und nicht zum Gemüseanbau. Sie bauen kein Gemüse an, weil sie nicht wüssten wohin damit und die Pflege der Pflanzen auch sehr schwierig sein kann. 

Den Aspekt der gemeinschaftlichen Gartennutzung sahen auch die Eheleute R. als vorteilhaft an. Sie unterschrieben noch am Tag ihrer Hochzeit  einen Pachtvertrag für ihre Parzelle. Aufgrund der vielen im Garten verbrachten Sommer erkannten ihre Töchter das Potential eines Gartens für das Familienleben und pachteten den benachbarten Garten. Auf diese Weise entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, wie in einem richtigen Zuhause und die Kinder haben genug Platz zum Spielen. (De Zalewski, Weiße Trauben.)

 

Für viele Kleingärtner ist der Schrebergarten ein zweites Zuhause, dass ihm emotional näher liegt als die eigentliche Wohnung. In der Wohnung hat alles seinen festen Platz und geht seinen geordneten Gang, wohingegen sie im Schrebergarten einfach Mensch sein können, da interessiert es keinen, ob man dreckige Fingernägel hat oder ob die Laube nicht stylisch genug eingerichtet ist. Es ist ein Rückzugsort, in dem man sich unter Gleichgesinnten befindet und bei der Gartenarbeit entspannen kann. Den Angehörigen ist klar, dass der Gärtner im Sommer auf dem Festnetz nicht zu erreichen ist. Stefan Leppert, ein gelerneter Gärtner und Autor, stellt sogar die These auf, dass der Weg von der Arbeit zum Garten, ein Weg vom Arrest in die Freiheit ist. Soll heißen, dass die Gärtner das strenge Konventionenkorsett ablegen und stattdessen die Freiheit der Freizeit genießen können. Kein Schrebergärtner verlässt am Ende des Tages gerne seine Parzelle. (Leppert 2009, S. 9.)  Zu diesem zweiten Zuhause trägt in nicht unwesentlichem Maße der Komfort einer Gartenlaube bei, die meistens wie eine kleine Ausgabe einer Wohnung eingerichtet wird.

 

10. Oktober, Wie werden die Lauben eigentlich eingerichtet? Recherche in den Schrebergartenanlagen und im Baumarkt

 

In den Sommermonaten wird die Laube wichtiger als die Wohnung und damit zum Lebensmittelpunkt vieler Kleingärtner. Im deutschen Kleingärtnergesetz werden nur die Maximalmaße einer Laube festgelegt, der Rest bleibt der Kreativität des Besitzers überlassen. Deswegen ist die Laube zum Traum der handwerklich Begabten geworden, die ihre Fantasie spielen lassen. (Leppert 2009, S. 34f.)

Um einen Garten, eine Laube oder ein Haus mit eignen Händen gestalten zu können gibt es einen Ort, den fast jeder als erstes aufsucht, den Baumarkt. Um mich meinem Thema anzunähern ging ich heute in einen Baumarkt um die Kunden zunächst zu beobachten und danach mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Dabei fielen mir interessante Verhaltensweisen auf: es gibt die verschiedensten Strategien, wie der Käufer vorgehen kann. Entweder er macht sich vorher einen genauen Plan, was er bauen möchte und geht dann ganz strukturiert einkaufen oder er lässt sich von der Werbung oder dem Gang durch den Baumarkt selbst für das nächste Projekt inspirieren. So erzählte eine Kundin: „Ich war im Baumarkt um mir neue Scheibenwischer zu kaufen, dabei kam ich an den Fliesen vorbei. Beim Vorbeigehen dachte ich, diese Mosaikfliesen wären perfekt um die Kratzspuren meines Hundes zu überdecken. ‘Schwupps‘ hatte ich mal wieder mehr im Wagen, als ich eigentlich wollte. Dafür wird meine Küche jetzt aber einen besonderen Pepp bekommen. Immer wenn ich durch den Baumarkt gehe, fallen mir neue Projekte für unsere Wohnung ein. Eigentlich müsste ich unserem Hund dankbar sein.“ Der Spaß am eigenen Schaffen und das Gestalten von Dingen nach dem eigenen Geschmack sind, laut tomorrow-focus-media, die zwei häufigsten Motivationsgründe für Heimwerker (Bild 13). Für viele Handwerker dient die Arbeit als Stressausgleich, was auch für viele Kleingärtner ein wichtiger Punkt ist. Diese Motivationsgründe greift die Werbung für Baumärkte sehr geschickt auf, dabei sind vor allem die Schaffenslust und die Individualität der geschaffenen Objekte ein zentrales Thema. (Obi OBI-Momente / Obi Traum-Baumhaus / Hornbach Und jetzt Du.) Der Hornbach-Werbespot „Imagination“,zeigt einen Mann der durch ein sehr heruntergekommenes Haus geht und dabei inspiriert wird, wie es später mal aussehen könnte, wenn er Hand angelegt hat. Für ihn ist es so, als wäre schon alles fertig. (Hornbach Imagination.) Der Leitspruch dieser Werbung ist: Du kannst es dir vorstellen, also kannst du es auch bauen. Damit wird ausgedrückt, dass es nichts gibt, was man nicht selbst machen kann, solange man es sich vorstellen kann. Dies zeigt, dass die meisten Werbespots nicht unbedingt das Heimwerken selbst als Thema aufgreifen, sondern eher den modern verpackten Heimwerkertrend „Do-it-yourself (DIY).

Es gibt zwar auch Schrebergartenbesitzer die sich ihre Häuschen bauen lassen, aber die meisten bauen es in DIY-Manier selbst. Gehen sie dann in den Baumarkt werden sie von einer vielfältigen Auswahl an Gartenhäuschen überrascht. Diese Lauben werden von den Gärten entweder einfach so belassen oder individuell gestaltet.  

Der Schmuck an der Laube selbst und rund um die Laube ist dabei äußerst vielfältig, er reicht von einer bunten Farbgestaltung (Bild 1), thematischen Bildern (Bild 2), angebrachten Ornamenten über thematische Farbgestaltung, wie zum Beispiel Standflair.(Bild 3-5).

Die meisten Lauben werden zwar aus Holz gebaut und sehen aus wie kleine Gartenhäuschen, es gibt aber auch andere Formen der Behausung, beispielsweise ein Campinganhänger (Bild 6).   

Die Art der Laube kann von Anlage zu Anlage unterschiedlich sein, denn in Neunkirchen gibt es nur Lauben aus Stein, die alle den gleichen Grundriss haben, wahrscheinlich eine Vorgabe des Vereins. Was aber ins Auge sticht ist, dass hier sehr viele Lauben eine auffällige Farbgestaltung haben (Bild 7), was darauf schließen lässt, dass die äußere Individualität der Lauben eine große Rolle spielt, um sich vom Nachbarn abzugrenzen.

Aufgrund dessen ist bei der Auswahl und der Ausstattung eine erste wichtige Frage, wie die Schrebergartenanlage beschaffen ist und welche Vorgaben es gibt. In den besuchten Anlagen ließen sich grundlegende Unterschiede feststellen. In der Neunkircher Anlage, die mitten in der Stadt liegt, fielen auf den ersten Blick sehr viele Satellitenschüsseln ins Auge und man hörte viele Radios und Fernseher aus den Lauben tönen. Diese Anlage war ans öffentliche Stromnetz angeschlossen, was nicht verwundert, da ein riesiger Strommast inmitten der Parzellen steht. Wohingegen die Schrebergartenanlage im Saarbrücker Stadtteil St. Arnual nicht an den Strom angeschlossen ist. Wer dort nicht auf die Annehmlichkeiten des Stroms verzichten will, muss sich einen Generator anschaffen oder kreativ werden. Aus diesem Grund finden sich dort eher weniger Satellitenschüsseln. Vielleicht genießen sie aber auch lieber den Sommer ohne vom Fernseher abgelenkt zu werden, wie beispielsweise Elisabeth und Jürgen K. Die beiden sitzen lieber draußen im Garten und entspannen in der ruhigen Atmosphäre, oftmals bis 23 Uhr. (De Zalewski, Ein eigenes Haus für die Tomaten.)

Auch die Vorgaben der verschiedenen Anlagen bezüglich der Gärten selbst, unterscheiden sich. In der Saarbrücken St. Arnual sind Zäune zwischen den einzelnen Gärten völlig normal (Bild 8). Im Schrebergartenrevier Neunkirchen Eintracht hingegen besteht eine Vorgabe darin, dass es keine Abtrennung durch Zäune geben darf. In Neunkirchen gibt es eine Mischung, die Gärten am Hauptweg haben alle Zäune und meist einen Sichtschutz. Die Parzellen an den Nebenwegen, gehen übergangslos ineinander über (Bild 9).

Die Lauben an sich bestehen meist aus Holz und haben eine überdachte Veranda, von der aus der ganze Garten zu überblicken ist (Bild 10-12). Im Fall von Familie P. wird die Veranda im Winter mit Glasscheiben versehen, damit sie auch dann noch auf ihr sitzen können. Der Familienvater und sein Sohn bauten die Laube zusammen und richteten sie mit teils selbstgebauten Möbeln ein. (De Zalewski, Hier gibt es immer was zu knoddele.)

 

15. Oktober 2015, Was macht Gemütlichkeit aus? Recherche in der Bibliothek und Vergleich mit den Eindrücken aus den Gärten

 

Gerade im Zusammenhang mit den Lauben wird oftmals der Faktor der Gemütlichkeit erwähnt, doch was macht Gemütlichkeit eigentlich aus und was bedeutet sie? Gemütlichkeit definiert jeder Mensch für sich individuell, denn jeder hat eine eigene Vorstellung davon, was gemütlich ist. Spricht man aber von einem gemütlichen Wohnzimmer, erklärt das zwar nicht wie es eingerichtet ist, der Gegenüber hat aber trotzdem eine ungefähre Vorstellung. Gemütlichkeit ist nicht an etwas bestimmtes gebunden, sie beschreibt eher eine Atmosphäre und zielt damit auf das persönliche Wohlbefinden ab.(Schmidt-Lauber 2003, S. 39f.)

Eine wichtige Voraussetzung für das Entstehen von Gemütlichkeit ist eine innere Ruhe, das Gefühl den Kopf frei zu haben von störenden Einflüssen. Für viele Arbeitnehmer zum Beispiel ist es unmöglich ihren Arbeitsplatz gemütlich zu finden. Gemütlichkeit stellt für sie den Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag dar. (SCHMIDT-LAUBER 2003, S. 100.) Gemütlichkeit geht einher mit dem Gefühl loslassen zu können, sich nicht mehr unter Regeln oder Konventionen ducken zu müssen, sondern für einen Moment den eigenen Vorlieben nachzugehen. (Schmidt-Lauber 2003, S. 57-59.) Ein Gefühl, dass viele Kleingärtner, wie oben beschrieben, in ihrer Parzelle finden.

Allerdings spielt sich Gemütlichkeit nicht nur im Kopf ab, sie wird auch von äußeren Einflüssen stimuliert, beispielsweise Musik, Lichtverhältnisse oder Einrichtungsgegenstände. (Schmidt-Lauber 2003, S. 67.) So gesehen kann Gemütlichkeit als eine „positive Sinnesreizung“ (Schmidt-Lauber 2003, S. 68.) gesehen werden, die ausgelöst wird durch „auditive (Geräusche wie Stille, Vogelgezwitscher [...]), olfaktorische Reizungen (Gerüche in der Natur [...]), haptische Qualitäten (weiche Materialien [...]) und ästhetischen Anmutungen ([...] Blumenarrangements). (Schmidt-Lauber 2003, S. 68.) Schmidt-Lauber greift hierbei auf die am häufigsten genannten Beispiele zurück, dabei fällt aber auf, dass sie vor allem Einflüsse aus der Natur nennt. Kleingärtner verbinden diese Begriffe ebenfalls mit der Gemütlichkeit ihres Gartens. Hinzu kommt, dass Gemütlichkeit teilweise als normativer Vorstellungskatalog im Kopf abgespeichert ist, gemeint ist, dass die meisten Menschen bestimmte Gegenstände, zum Beispiel ein Sofa, gemütlich finden. Dabei spielt auch die Größe eines Raumes eine wichtige Rolle. Kleine, überschaubare Räume findet die Allgemeinheit gemütlich, wohingegen große Räume als kalt empfunden werden. (Schmidt-Lauber 2003, S. 94-96.) Auch hierbei ist anzumerken, dass die Gartenlaube hierfür ein Paradebeispiel ist, schließlich ist es eine Wohnung im Miniaturformat, mit Küchenzeile, Tisch, Sofa und Bad.

 

01. November 2015, Kann eine Laube ein zweites Wohnzimmer sein? Vergleich der Wohnung mit den besichtigten Gartenlauben

 

Ob man richtig in einer Gartenlaube wohnen kann oder nicht, ist keine Frage, die hier geklärt werden könnte. Aber es gibt durchaus Züge in den Lauben, die an eine Wohnung denken lassen. Wenn ich an eine Wohnung denke, sehe ich Bad, Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer. Denke ich an die Laube meiner Großeltern zurück, kommen mir ihre Küchenzeile, ihr Schlafsofa, ihr Bad und ihren Esstisch in den Sinn. Natürlich hatte alles kleinere Dimension als eine Wohnung, aber trotzdem werden damit die wichtigsten Bedürfnisse, die ans Wohnen gestellt werden abgedeckt.

Ein wichtiges Charakteristikum der Wohnung ist das Wohnzimmer. In vielen Lauben ließen sich Einrichtungsgegenstände finden, die an ein Wohn- beziehungsweise Schlafzimmer denken ließen. Dabei fiel vor allem in der Neunkircher Anlage, der in Wohnzimmern allgegenwärtige Fernseher ins Blickfeld. Caterina Hildebrand, Diplom Museologin und Leiterin des deutschen Kleingertenmuseums in Leipzig, ist der Meinung, dass die Gartenlaube aufgrund ihrer unterschiedlichen Verortung nicht als zweites Wohnzimmer dienen kann. Sie begründet dies damit, dass das Wohnzimmer als Erholungsort nach dem Feierabend dient, wohingegen der Garten mit Gartenarbeit, Natur, Werkzeugen und Ernte verbunden wird. Allerdings sehen die Gärtner ihren Garten, der ihnen emotional näher steht als ihre Wohnung, als Erholungsort an, weswegen diese Argumentation nicht schlüssig ist. Es gibt aber auch Beispiele bei denen, das von Caterina Hildebrand beschriebene Verhalten zutrifft, in einem Garten in St. Arnual dient die Laube definitiv nicht als Wohnzimmer, da sie lediglich zur Gerätelagerung dient. (Bild 1 und 2)

In der Gartenanlage „Am Eberstein“ in Neunkirchen sprach eine Besitzerin ganz offen mit mir über ihren Garten und die Laube: „Der Garten sah vorher, wie ein großer Krater aus. Da war noch nicht mal Erde. Von der Laube wollen wir gar nicht sprechen. Die haben wir gleich abgerissen und uns mit unseren eigenen Händen eine Neue gebaut_.“ Von innen ist die Laube sehr gemütlich eingerichtet. Es gibt ein Bett, einen Tisch, Stühle und einen kleinen Bücherschrank. Zusätzlich ist in dem Haus eine kleine Kochnische mit Schränken vorhanden. (Bild 3-5) Es sieht aus, als wäre es mit viel Liebe eingerichtet worden. Neben der Laube, ein wenig versteckt unter einem Baum steht ein altes Eisenbett._ Jetzt ist dort gerade keine Matratze drauf, aber sie erzählt, dass dort sonst eine Matratze und Kissen als Erholungsort liegen. Es ist also alles da, was auch in einer Wohnung benötigt wird, weshalb es durchaus sinnvoll erscheint hier von einer Wohnung im Miniaturformat zu sprechen.

Sogar eine weiße Katze fühlt sich hier wohl._ Sie spaziert selbstverständlich während dem Gespräch die Tür herein. „Das ist Luna. Sie ist mir irgendwann zugelaufen. Wir haben sie so lieb gewonnen, dass wir in die Tür sogar eine Katzenklappe eingebaut haben, um sie im Winter zu füttern. Ist ein solches ‘Haustier‘ nicht auch ein Zeichen für ausgelagertes Wohnen? 

Die Laube kann aber auch als Ausweichwohnung dienen. In der saarländischen Anlage Schiffweiler habe ich mit einem begeisterten Kleingärtnerpaar gesprochen, bei dem genau diese Situation vorliegt. Sie und ihr Mann haben den Garten seit drei Jahren. Sie sind seit dem jeden Tag hier. „Wir müssen jeden Tag hier sein, schließlich haben wir hier Katzen zu versorgen“, sagt sie. Sie versorgt täglich sechs Wildkatzen. Aber davon abgesehen sind sie sehr gern jeden Tag hier. Generell halten sie sich lieber im Garten, als in der Wohnung auf. Ihre Wohnung ist ein wenig beengt, die zwei Kinder haben jeweils ein Zimmer und sie schlafen im Wohnzimmer. Um dieser beengten Situation zu entgehen, schlafen sie oftmals in der Laube, auch im Winter, deswegen haben sie einen Ofen eingebaut (Bild 6) Ihre Laube wirkt noch wohnlicher als die vorher erwähnte Laube. Hier sind neben einem großen Bett, ein Schreibtisch, ein Fernseher und verschiedene Schränke zu finden (Bild 7 und 8). Die Küche ist im vorderen Bereich als eigener Raum abgegrenzt (Bild 9). Die Einrichtung ist farblich aufeinander abgestimmt und wirkt wohnlich. Man muss allerdings auch Abstriche machen, die das Leben in der Laube von einer Wohnung unterscheiden. Ein richtiges Bad hatte in den besichtigten Gärten niemand. Sie behalfen sich mit Campingtoiletten und Campingduschen. Mit einem Leben in der Laube nimmt man also campingähnliche Züge an. Es ist nicht erlaubt in Schrebergärten zu wohnen, vielleicht gibt es deswegen keiner zu, dort zu wohnen. Allerdings gibt es sehr viele Dauercamper in Deutschland, die in Wohnwägen leben, deren Ausstattung wahrscheinlich gleichwertig mit einer Laube ist, wobei eine Gartenlaube in den meisten Fällen mehr Platz bietet. Aufgrund dessen kann man davon ausgehen, dass bei entsprechender Gesetzeslage auch Lauben als Wohnung, für viele Menschen, eine Option wären.

 

21. Januar 2016, Fazit

 

Der obdachlose Robert K. hat sich, laut Saarbrücker Zeitung, seine Gartenlaube im Schrebergarten als Zuhause ausgesucht. (Reusch, Ohne Zuhause.) Allerdings muss auch er Abstriche in Sachen Komfort machen, denn eine Heizung hat seine Wohnung nicht, was über den Winter mit Sicherheit nicht gemütlich und wohnlich ist.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass fast alle Kleingärtner ihre komplette Freizeit im Garten verbringen, weswegen dieser ihnen emotional näher steht als ihre Wohnung, in die sie nur mit Widerwillen zum Schlafen zurückkehren. Ein Zeichen dafür, dass ihr Lebensmittelpunkt im Garten liegt. Sie verlagern ihr tägliches Leben/Wohnen also in ihren Rückzugsort, den Garten. Daher ist es kaum verwunderlich, dass die Lauben oftmals wie kleine Wohnzimmer aussehen und eingerichtet sind, mit ihren Sofas, Fernsehern und Küchenzeilen. 

Dabei spielt auch die Gemütlichkeit und Individualisierung eine große Rolle. Ob es nun Ketten im Baum (Bild 1), Blümchen ins Gartentor geflochten (Bild 2) oder gesammelte Zigarettenpackungen an die Laubenwand gehämmert sind (Bild 3), alle diese Dekorationselemente tragen zum Wohlfühl- und Gemütlichkeitsfaktor des Gartens für den jeweiligen Besitzer bei. Dieser verwirklicht sich wie in einer Wohnung in seinem Garten, indem er seine Persönlichkeit einbringt

Wladimir Kaminer, ein deutscher Schriftsteller mit russischem Migrationshintergrund und frischgebackener Kleingärtner, wagte den Versuch in seiner Parzelle zu wohnen. An seinem ersten Abend stellte er fest, dass er nicht der einzige war, der vorhatte in der Laube zu übernachten. Bei einem Rundgang entdeckte er viele die vor ihren Lauben saßen, den Abend genossen und dabei Fernsehen schauten. (Kaminer 2007, S. 71.) Schon seine erste Nacht wurde zu einem Stechmücken Desaster. Er selbst schreibt: „Als Pächter hatte ich keine Chance, in diesem natürlichen Chaos für Ordnung zu sorgen. [...] Die Ereignisse der ersten Nacht konnten trotz allem die Freude nicht trüben, die mich beim Anblick des Sonnenaufgangs erfüllte.“ (Kaminer 2007, S. 81.) Am selben Nachmittag noch beschloss er das Experiment abzubrechen, aufgrund der schlaflosen Nacht und weil er seine Familie vermisste. (Kaminer 2007, S. 80-86.) Dies zeigt, dass hier nur von einem ausgelagerten Wohnen gesprochen werden kann, denn eine richtige Wohnung ersetzt der Garten nicht.

Bilder

 

Quelle Bild Gartenzwerg:  http://image.racheshop.de/amazon-images/bmga_gr_gnominator_gartenzwerg_deko_figur_bunt_15x13x23cm_gartendeko_geschenkidee_853420000-67039.jpg

 

Quelle Statistik Tomorrow-Focus-Media: http://www.tomorrow-focusmedia.de/fileadmin/customer_files/public_files/downloads/studien/TFM_SocialTrends_DoItYourself.pdf

 

Ansonsten sind alle Bilder von der Autorin selbst vor Ort geschossen, in den Schrebergartenanlagen Schiffweiler, Neunkirchen, Neunkirchen-Eintracht und Saarbrücken St. Arnual im Zeitraum von Juni bis Oktober 2015.

Quellenverzeichnis

 

Generationswechsel

Generationswechsel im Schrebergarten: https://www.youtube.com/watch?v=5GbXhRAht08 [zuletzt eingesehen am 23.04.16]

 

Höhnl, Grüne Klassenzimmer

Höhnl, Franziska/Neu, Iris: Grüne Klassenzimmer. Seit 150 Jahren gibt es in Deutschland bereits die Schrebergarten-Bewegung, in: Saarbrücker Zeitung vom 14.06.2014.

 

Hornbach Das grenzenlose Haus

Hornbach Baumarkt — das grenzenlose Haus: https://www.youtube.com/watch?v=BS6XgSlmDts [zuletzt eingesehen am 22.04.16].

 

Hornbach Es gibt immer etwas zu tun

Hornbach: es gibt immer etwas zu tun: https://www.youtube.com/watch?v=LVJOedTBogU [zuletzt eingesehen am 22.04.16]

 

Hornbach Imagination

Hornbach: Imagination: https://www.youtube.com/watch?v=fQw6lh-X1us [zuletzt eingesehen am 22.04.16]

 

Hornbach Und jetzt Du

Hornbach: Und jetzt Du: https://www.youtube.com/watch?v=HcBKGQt4ctI [zuletzt eingesehen am 22.04.16].

 

Krüger Comeback des Spießers

Krüger, Ralf/Middeke, Elsa: Das Comeback des Spießers „Bieder zu sein ist bei den Twens wieder in“. In: Saarbrücker Zeitung vom 10.03.2014.

 

Lbs wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden

LBS: Wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden: https://www.youtube.com/watch?v=SKfiYu807NA. [zuletzt eingesehen am 21.04.16]

 

Obi OBI Momente

Das Leben ist voller OBI-Momente — unser Kind zieht aus: https://www.youtube.com/watch?v=np3Yp_B2tnI [zuletzt eingesehen am 22.04.16].

 

 

Obi Traum Baumhaus

Das OBI Traum-Baumhaus: https://www.youtube.com/watch?v=MR0he82dsmo [zuletzt eingesehen am 22.04.16].

 

redaktion Häuschen im Garten

Redaktion: Ein Häuschen im Garten. In: Saarbrücker Zeitung vom 28.09.2011.

 

Reusch Ohne Zuhause

Reusch, Lars: Ohne Zuhause auf den Straßen von Saarbrücken. Unterwegs mit der Obdachlosenhilfe, in: Saarbrücker Zeitung vom 23.5.2015.

 

Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/do-it-yourself-wieso-heimwerken-im-trend-ist/11847882.html

 

Volvic Die Handwerkerin

Volvic Juicy: Die Handwerkerin: https://www.youtube.com/watch?v=_9t2J4BV08A [zuletzt eingesehen am 22.04.16]

 

Wolter Schrebergärten kommen wieder in Mode

Wolter, Cornelia: Schrebergärten kommen wieder in Mode. Vor allem junge Familien mit Kindern interessieren sich für die kleinen Pachtgrundstücke, in: Saarbrücker Zeitung vom 21.5.2010.

 

De Zalewski Hier gibt es immer was zu knoddele

De Zalewski, Christiane: Hier gibt es immer was zu knoddele. Malstatter Familie Pint gärtnert seit sechs Jahren in Alt Saarbrücken am Ufer der Saar, in: Saarbrücker Zeitung vom 13.6.1998.

 

De Zalewski Basilikum

De Zalewski, Christiane: Basilikum hat den Geschmack von Heimat. Hossein Salamis Garten in Jägersfreude ist ein kleines Kräuterparadies, in: Saarbrücker Zeitung vom 20.6.1998.

 

De Zalewski Eigenes Haus für die Tomaten

De Zalewski, Christiane: Ein eigenes Haus für die Tomaten. Die Malstatter Jürgen und Elisabeth Kempf gehörten zu den ersten Pächtern in Knappenroth, in: Saarbrücker Zeitung vom 18.6.1998.

 

De zalewski Weiße Trauben

De Zalewski, Christiane: Weiße Trauben vom Weinstock aus Nantes. Willi Renes Garten auf der Folsterhöhe ist das beste Rezept gegen Langeweile, in: Saarbrücker Zeitung vom 2.7.1998.

 

De Zalewski Nachmittags ist Siesta-Zeit

De Zalewski, Christiane: Und nachmittags ist Siesta-Zeit. Gerd Schlichs Burbacher Garten, in: Saarbrücker Zeitung vom 4.7.1998.

 

Literaturverzeichnis

 

Baacke 2014

Baacke, Frank, Caterina Hildebrand und Miriam Pfordte: 150 Jahre Stadternte. Zur Geschichte der Schrebergärten, Leipzig 2014 (Wissenschaftliche Schriftenreihe Heft 14).

 

Bless 2008

Bless, Teresa Johanna: Erfolgreich in der Gastronomie. Entwicklungen und Trends in der deutschen Esskultur, Hamburg 2008.

 

Egnolff 2015

Egnolff, Mareike: Die Sehnsucht nach dem Ideal. Landlust und Urban Gardening in Deutschland, Diss. Phil. Saarbrücken 2015.

 

Farny 1986

Farny, Horst und Martin Kleinlosen: Kleingärten in Berlin (West). Die Bedeutung einer privaten Freiraumnutzung in einer Großstadt, Berlin (West) 1986.

 

Gassner 1987

Gassner, Edmund: Geschichtliche Entwicklung und Bedeutung des Kleingartenwesens im Städtebau. Bonn 1987 (Beiträge zu Städtebau und Bodenordnung Heft 7).

 

Gerhards 1998

Gerhards, Norbert, Klaus Heider und Herbert Strack: Städtebauliche, ökologische und soziale Bedeutung des Kleingartenwesens. Bonn-Bad Godesberg 1998.

 

Gröning 2000

Gröning, Gert: Kampfesmutige Laubenpieper. Kleingärten und Politik in Berlin zwischen 1985 und 1995, in: Elisabeth Meyer-Renschhausen und Anne Moll (Hrsg.), Die Wiederkehr der Gärten. Kleinlandwirtschaft im Zeitalter der Globalisierung, Innsbruck 2000, S. 140-161.

 

Herbst 2002

Herbst, Andreas, Daniel Küchenmeister und Jürgen Winkler: Übersicht weiterer Organisationen, Verbände und Vereine in der DDR. in: Gerd-Rüdiger Stephan Hg. u.a., Die Parteien und Organisationen der DDR. Ein Handbuch, Berlin Dietz 2002, S. 789-846.

 

Holl, 2000

Holl, Anne und Elisabeth Meyer-Renschhausen: Die Wiederkehr der Gärten. Eine Einführung, in: Elisabeth Meyer-Renschhausen und Anne Moll (Hrsg.), Die Wiederkehr der Gärten. Kleinlandwirtschaft im Zeitalter der Globalisierung, Innsbruck 2000, S. 9-20.

 

Leppert 2009

Leppert, Stefan: Paradies mit Laube. Das Buch über Deutschlands Schrebergärten, München 2009.

 

Meyer-Renschhausen 2000

Meyer-Renschhausen, Elisabeth: Vom Ackerbürgertum zur Schrebergartenkolonie. Verarmungs-und Reagrarisierungsprozesse in der Geschichte kleiner Landstädte Nordostdeutschlands. In: Elisabeth Meyer-Renschhausen und Anne Moll (Hrsg.): Die Wiederkehr der Gärten. Kleinlandwirtschaft im Zeitalter der Globalisierung. Innsbruck 2000, S. 21-42.

 

Müller 2012

Müller, Christa: Einleitung. In: Christa Müller (Hrsg.): Urban Gardening. Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt, München 2012, S. 9-21.

 

Müller Urban Gardening

Müller, Christa: Urban Gardening. Grüne Signaturen neuer urbaner Zivilisation, in: Christa Müller (Hrsg.): Urban Gardening. Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt, München 2012, S. 22-53.

 

Schmidt-Lauber 2003

Schmidt-Lauber, Brigitta: Gemütlichkeit. Eine kulturwissenschaftliche Annäherung, Frankfurt am Main 2003.

 

Thelen 2013

Thelen, Sarah: Kulturelle Funktionen des Gartens. Mediale, kommunikative und zeichenhafte Aspekte des hortikulturellen Textes, Diss. phil. Tübingen 2013.