Das Nauwieser Viertel in Saarbrücken

In welcher Beziehung stehen Wohnbedürnisse und Gentrifizierung?

Die Projektarbeit widmet sich der Frage nach einer möglichen Gentrifizierung im Nauwieser Viertel in Saarbrücken und erforscht Akteure in diesem Prozess ebenso wie dessen Ursachen und potenzielle Folgen. Darüber hinaus wird ein Bezug hergestellt zwischen einer Gentrifizierung und Wohnbedürfnissen. Warum wohnen die Menschen also gerade in diesem Stadtbezirk?


Das Nauwieser Viertel – Begrenzungen


Das Nauwieser Viertel – ein gentrifiziertes Kult-Viertel?

Das Nauwieser Viertel gilt als das Viertel Saarbrückens, vielleicht sogar des Saarlandes. Kult-Viertel, Szene-Viertel, Einerseits-Andererseits-Viertel. Umschreibungen gibt es viele, wobei man sich unter Szene-Viertel hier nicht ein Prenzlauer Berg in Berlin vorstellen darf, wo immerhin fast 160000 Menschen wohnen und damit fast so viele wie in Saarbrücken selbst. Das Nauwieser Viertel, unweit von der Saarbrücker Fußgängerzone entfernt, ist ein Kult-Viertel im Kleinen, welches von überschaubaren 5798 Personen bewohnt wird - Tendenz steigend. Von 2008 bis 2016 stieg die Bevölkerung  um 4% an, von 5575 auf 5798 Menschen. Zunächst erscheint dies ein nicht allzu großer Unterschied zu sein, allerdings weist das Viertel mit 14 Hektar keine enorme Größe auf und neuer Wohnraum darf aufgrund von städtischen Reglementierungen auch nur in Ausnahmefällen geschaffen werden. Von den 5798 Personen sind die meisten der Viertelbewohner, um genau zu sein drei Fünftel, zwischen 18 und 44 Jahren alt - also jung.

 

Viele sind Studenten, Kreative oder Künstler, pflegen einen subkulturellen, urbanen Lebensstil und machen das Viertel kulturell attraktiv durch unterschiedliche Veranstaltungen in Theater, Galerien oder anderen öffentlichen Einrichtungen. So ist das Nauwieser Viertel auch Schauplatz für unterschiedliche studentische Projekte. Beispielsweise wurde ein eintägiger Pop-up Kiosk eingerichtet oder Stromkästen unter dem Motto „Kunst am Kasten“ mit verschiedenen Farben und Mustern verschönert. Aber auch Events wie das bekannte Nauwieser Viertelfest oder das Festival Perspectives werden dort ausgetragen. Dem innovativen, alternativen Lebensstil der Bewohner passte sich sukzessive auch die Gewerbestruktur im Szene-Viertel an, sodass eine bunte Vielfalt aus Konsum- und Gastronomiemöglichkeiten vorhanden ist. Angefangen bei dem morgendlichen Bäckereibesuch über den Mittagstisch hin bis zum Feierabendbier kann alles im Nauwieser Viertel bewerkstelligt werden. Unterschiedliche Restaurants, darunter hochpreisige Konzeptgastronomie, vegetarische oder vegane Lokale, sowie Küchen sämtlicher Nationalitäten prägen die Gastronomie des Bezirks.

 

Während das vorrangig linkspolitische Viertel tagsüber eher weniger frequentiert wird, bilden sich abends Menschentrauben vor den einzelnen Wirtshäusern – insgesamt sind es 25 Kneipen auf 14 Hektar. Auch hier wird die Popularität des Viertels als Ausgehmeile unter anderem beim Studentenvolk deutlich. Neben dem abwechslungsreichen Gastronomieangebot hat sich ein nicht minder vielfältiges Konsumspektrum etabliert. Besonders Nischenprodukte wie Vinyl-Platten oder Second-Hand-Kleidung können erstanden werden, was dem alternativen Lebensstil vieler Bewohner entspricht. Angesichts der relativ wenigen Konsumenten, die im Laufe des Tages in den Geschäften des Nauwieser Viertels verkehren sowie der steigenden Mieten müssen viele Ladenlokale schließen. Dies führt zu häufigen Neueröffnungen, sodass es der Gewerbestruktur des Viertels an Beständigkeit fehlt. Diese würde jedoch zur Kundenbindung verhelfen. Relativ aktuell sind beispielsweise die Geschäfte freudenschrei, das auf gut situierte, jüngere Kundschaft abzielt oder das Nähapartment, ein Stoffladen, welcher der hippen Anhängerschaft des DIY-Trends entgegenkommt. Im Zuge der zunehmenden Anzahl von Familien, wurden entsprechend spezialisierte Läden eröffnet. Beispielsweise die spielbar oder familienfreundliche Cafés, wie das Family Café oder Getümmel&Gelümmel.

 

Der Ruf des „verruchten“ Viertels mit ausgeprägter Punkrock- und Drogenszene ist dem eines familienfreundlichen Stadtbezirks mit Nobelcharakter gewichen. Die ehemals ausgeprägte Punkrock-Szene der 1980er Jahre lebt durch die eingespielte Musik dieser Couleur in den einzelnen Gaststätten und Plattenläden weiter. Neben den einzelnen Geschäften ist auch der Dienstleistungssektor im Viertel ausgeprägt, was an einer Vielzahl von Arztpraxen, Anwaltskanzleien oder Versicherungsbüros ersichtlich ist. Die Entwicklung dieser Gewerbestruktur ist auch ein Faktor für die zunehmende Anonymisierung unter den Viertelbewohner. Die kleinen inhabergeführten Lädchen fungieren als Kommunikationszentren, die einen Dorf-in-der-Stadt-Charakter erwecken. Dies wird jedoch immer seltener, nicht nur wegen der steigenden Mietpreise und der dadurch bedingten Leerstände.

 

Auch der demografische Wandel zeigt bereits seine Auswirkungen: Alteingesessene und sozial ärmere Schichten werden infolge der hohen Mieten verdrängt beziehungsweise versterben und neue Bewohner, die für die neue, erhöhte Miete aufkommen können, ziehen zu. Dies bewirkt einen sukzessiven Bevölkerungsaustausch. Jugendzentren, Seniorentreffs, das Awo Stadtcafé, das von der Caritas initiierte Café Jederman oder einzelne Veranstaltungen wie Spieleabende, sollen der dadurch drohenden Anonymisierung entgegenwirken und zu einer nachhaltigen Kommunikation unter den Viertlern beitragen. Eine wichtige Rolle dabei spielen auch die Kollektive des Nauwieser Viertels – die Nauwieser Neunzehn und die Initiative Nauwieser Viertel – die in Zusammenarbeit mit Caritas entsprechende Treffen organisieren. Die Nauwieser Neunzehn ist ein eingetragener Verein, dessen selbstverwalteter Kultur- und Werkhof elf Handwerksbetriebe, Geschäfte, soziale, kulturelle und therapeutische Einrichtungen umfasst, darunter die AIDS Hilfe Saar, das Café kostbar oder das Kino 8 1/2. Der Verein widmet sich vor allem der Stadtteilentwicklung und der Erwachsenenbildung. Die Nauwieser Neunzehn kaufte das Gebäude in der Nauwieserstraße 19 im Jahre 1988 veranlasste eine grundlegende Renovierung, sodass 1990 die Einweihung stattfinden konnte. Der Kultur- und Werkhof soll ein Ort des Austauschs sein. Die Initiative Nauwieser Viertel ist eine Gruppe von Bewohnern des Viertels, die durch kulturelle, politische und soziale Aktionen das Nauwieser Viertel gestalten und erhalten wollen.

 

Dass eine Gentrifizierung im Nauwieser Viertel rein theoretisch möglich und demnach auch Ursache für den demografischen Wandel ist, wird im Folgenden erläutert. Erstens liegt das Nauwieser Viertel nur wenige Gehminuten von der Saarbrücker Innenstadt entfernt, was dem Kriterium der Zentrumsnähe gentrifizierter Gebiete entspricht. Auch die Umgebung des Nauwieser Viertels ist attraktiv, eine gute Infrastruktur sowie eine günstig gelegene Verkehrsanbindung mit Bus- und Straßenbahnhaltestellen sind ebenfalls verfügbar. Dadurch, dass die Haltestellen am Rande des Viertels liegen, fahren keine Busse oder öffentliche Verkehrsmittel durch den Bezirk hindurch, was angesichts des geringeren Ausmaßes von Lärm und Emissionen positiv ins Gewicht fällt. Der bauliche Zustand vieler Bauwerke ist des Weiteren noch sarnierungs- oder renovierungsfähig, wenngleich zahlreiche Gebäude und Häuser bisher schon einer Sanierung unterzogen wurden. Hinzu kommt, dass eine heterogene Bevölkerung – verschieden im Hinblick auf Alter, Stand, Beruf oder Religion – im Nauwieser Viertel lebt. Die 5798 Personen wohnen verteilt auf 4225 Haushalten. Der Anteil männlicher und weiblicher Bewohner ist ausgewogen. Darüber hinaus sind etwa 450 Kinder verzeichnet, 2010 waren es nur 330, also auch hier ist eine steigende Tendenz festzustellen. Grund dafür ist unter anderem, dass damalige junge Bewohner Familien gegründet haben, wegen eines höheren Lebensstandards die steigenden Mieten bestreiten können und somit weiterhin dort wohnen. Ein Großteil der Bewohner ist allerdings alleinstehend, lebt in Einpersonenhaushalten, wovon im Viertel 3218 existieren oder in Wohngemeinschaften. Diese Tatsache bestätigt das Nauwieser Viertel als Studentenviertel bzw. Szene-Viertel.


Bebauungsplan – Einfluss der Stadt Saarbrücken

Zur Stabilisierung der im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“ bewirkten Verbesserungen wird seit dem Jahr 2010 ein Bebauungsplan für das Nauwieser Viertel von dem Stadtplanungsamt veröffentlicht.

 

Drei Zielsetzungen: 

  1. Das Nauwieser Viertel soll als innenstadtnahes Wohnquartier erhalten und gefördert werden
  2. Die gebietstypische Funktionsmischung von Wohnen und Arbeiten soll beibehalten werden
  3. Entwicklungen, die die Eigenart und das Milieu des Stadtbezirks verändern, sollen vermieden werden

Die Begründung der Stadt Saarbrücken und die entsprechende Planzeichnung können auf der offiziellen Webseite der Stadt Saarbrücken eingesehen werden. 

 


Interviews – und was sagen die Viertelbewohner dazu?

 

„Ich will weniger Esplanade, mehr kurzes Eck; um es auf den Punkt zu bringen.“

 

Warum war es dir wichtig im Nauwieser Viertel zu wohnen?

 

1.Befragter (28, Student): Auf der einen Seite sind es Kindheitserinnerungen, ich fühle mich dem Ort schon verbunden. Es ist schon so ein Heimatgefühl. Auf der anderen Seite ist abends Weggehen irgendwie auch wichtig und ich hab einfach auch in der Zeit als ich mit 19,20 hier gewohnt habe, die Ruhe im Nauwieser Viertel gemerkt aber auch die Nähe zu allem möglichen, ich hab es zur Uni mit dem Bus nicht weit, ich bin in der Innenstadt. Selbst beim Nauwieser Fest, kann ich nachts ruhig schlafen, weil ich immer in den Seitenstraßen gewohnt habe, sodass ich eigentlich allen Komfort habe. Bis auf, dass ich abends etwas genervt bin, seit ich ein Auto habe, wegen der Parkplatzsuche. Ansonsten habe ich hier alle Vorzüge immer gehabt, deswegen kam für mich was anderes gar nicht wirklich in Frage, weil auch die kurzen Wege einfach entscheidend waren. Und dann ist es natürlich auch so, diese Stimmung hier, die eine Rolle spielt.

 

War das alles, was dir am Nauwieser Viertel gefällt, oder gibt es da noch andere Dinge?

 

1. Befragter: Ja das ist schwer zu benennen. Natürlich ist es auch so ein Bedeutungsüberschuss, den man selber auch wahrnimmt. Sagen wir mal, wenn du dich in einer fremden Stadt bewirbst, zum Beispiel München, Berlin oder Hamburg hat jeder so einen Begriff und gibt wahrscheinlich bei WG-gesucht oder bei immoscout erstmal Prenzlauer Berg ein oder Glockenbachviertel. Und in Saarbrücken, auch wenn es jetzt keine so prominente Stadt ist, aber in Saarbrücken ist wenn dann das Nauwieser Viertel am nächsten dran, auch wenn man mit solchen Vergleichen vorsichtig sein muss, meiner Meinung nach. Das heißt da gibt’s irgendwie so einen Eimer mit Begriffen, die man mit dem Nauwieser Viertel verbindet. Dass es irgendwie alternativ ist. Völlig egal, ob das alles stimmt. Aber es sind so Gefühle, die man damit verbindet, dass es eine eigene eingeschworene Truppe ist, wenn dann Externe da reinkommen. Dass es schon ein bisschen schicker ist zu sagen „Ich wohne im Nauwieser Viertel“ als zu sagen „Ich wohne auf dem Eschberg“ oder so. Und das spielt sicherlich bei mir auch irgendwo mit, dass man sagt „es ist mein Zuhause und ich gehöre hier zu dieser sympathischen kleinen Gruppe mit dazu, die hier wohnt“. Und wir verteidigen das und es ist unser Ding. Aber es ist auch keine Gated Community und soll auch keine Abschottung sein, aber dieses Selbstverständnis hier ist nochmal ein eigenes Ding.

 

Fallen dir Veränderungen auf – im Bezug auf die Gentrifizierung?

 

1. Befragter: Ja also Stichwort Gentrifizierung…ich tu mich mit dieser Gentrifizierung etwas schwer. In den neunziger Jahren oder in den Achtzigern war klar, man muss hier sanieren, es muss Vieles passieren. Die Stadt hat das auch im großen Stil unterstützt. Und dann hat sich ja eine ganze Menge getan. Und es sind auch viele Häuser saniert worden und das Augenscheinlichste, wo man sagt, das ist zumindest ein Fremdkörper, ist für mich dieses Esplanade auf dem Max-Ophüls-Platz. Das ist so das Einzige. Klar und was einen auch ein bisschen wundert ist zum Beispiel diese Zeitarbeitsfirma gegenüber der Johanneskirche, die in diesem loftartigen Gebäude sitzt. Aber dass die Gründerzeitbauten nochmal saniert werden, das hab ich als Kind schon mitbekommen, das krieg ich jetzt auch noch mit. Aber ich sehe auch jetzt zum Beispiel hier gegenüber in der Straße gibt’s ein relativ verfallenes Haus, das die seit zwei Jahren immer mal wieder versuchen zu sanieren. Aber da ist offensichtlich nicht so viel Geld da. Guck dir dieses Haus an, das hat keine wunderschöne Fassade. Das gibt’s halt auch. Vieles ist auch schon noch so geblieben wie es war. Das fällt auf jeden Fall auf.

 

Was wünschst du dir für das Nauwieser Viertel? In welche Richtung soll es zukünftig gehen?

 

1. Befragter: Es gibt gewisse Dinge, die wir nicht mehr aufhalten können. Es wohnen hier noch viele Alte, die hier  immer gewohnt haben. Leute, die hier ihr Handwerk hatten. Es gibt noch ganz wenige Überreste, gerade in dieser Straße, mit dem Bestattungsunternehmen oder mit der Schreinerei da hinten. Es gibt so oder so noch viele alte Institutionen. Ich würde mir für das Nauwieser Viertel wünschen, dass die Immobilien, die hier sind, möglichst weniger Frankfurter Immobilienfirmen gehören würden oder irgendwelchen Erbengemeinschaften, als dass sie tatsächlich Saarbrückern gehören, die damit verantwortungsvoll umgehen und sich der Verantwortung als Besitzer von Wohneigentum bewusst sind. Trotzdem dürfen die auch Geld damit verdienen. Da habe ich kein Problem mit. Ich würde mir wünschen, dass die Stadt keine Angst davor hat neue Gastronomie zuzulassen. Ich finde es gut, dass die Stadt reglementiert und sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, dass hier zum Beispiel Spielotheken oder sowas errichtet werden. Aber ja, was wünsch ich mir noch. Also, dass da schon drauf geachtet wird aber nicht vergessen wird, was es für ein Viertel mal gewesen ist. Also es gibt halt gewissen Dinge, die sollen so bleiben wie sie sind. Ich würde auch nicht wollen, dass hier vor meiner Tür eine neue Kneipe aufgemacht wird. Ich bin hier in die Straße gezogen, weil ich meine Ruhe haben wollte. Ich bin deswegen nicht in die Nauwieser Straße gezogen, weil ich das weiß, dass mir das auf den Keks gehen würde. Ich möchte, dass der Wohnraum für alle hier erschwinglich bleibt, dass es auch eine Vielfalt gibt. Nicht dass hier nur junge Familien rumspringen oder nur Studenten. Ich will weniger Esplanade, mehr kurzes Eck; um es auf den Punkt zu bringen. Oder besser: Gar kein Esplanade. Und ich würde mir wünschen, dass die Stadt sich vielleicht was Besseres zu den Parkmöglichkeiten überlegt.

 

 

„Ich mag die Architektur, das Ambiente, diesen Flair, den das Viertel hat.“

 

Hast du dich bewusst entschieden hier zu wohnen?

 

2. Befragter (25, Student): Ja ich habe mich bewusst entschieden hier zu wohnen, weil ich es von Freunden oder auch anderen Studenten empfohlen bekommen habe. Dass es sich dabei also um ein Studentenviertel handelt, ein alternatives, künstlerisches Viertel, gewisser Maßen auch um ein spaßigeres Viertel. Viele Ausgehmöglichkeiten, Möglichkeiten was zu unternehmen, Freunde zu treffen, in Kneipen zu gehen und so weiter, dass es sehr bunt ist. Und die Anbindung zur Uni ganz gut ist und dieses studentische Leben, was hilft mich hier wohlzufühlen.

 

Was gefällt dir hier besonders?

 

2. Befragter: Ich mag die Architektur, das Ambiente, diesen Flair, den das Viertel hat. Das ist einfach wunderschön dafür, dass es eine kleine Stadt ist, also Saarbrücken. Da bietet das Viertel relativ viel und so ein bisschen Charme von der Großstadt.

 

Hast du in der Zeit, in der du hier wohnst, Veränderungen wahrgenommen?

 

2. Befrager: Veränderungen nimmt man schon war, auch wenn man erst seit 3 Jahren hier wohnt. Es tut sich schon relativ viel. Also es kommt viel und geht viel. Man merkt, dass neue Leute hier wohnen und auch neue Leute das Viertel besuchen. Auch mehr Familien hier wohnen. Und ja, dass einfach viel gebaut wird. Und dass doch, obwohl es den Ruf als Studenten- und Partyviertel hat, viel familiäres Leben hier stattfindet.

 

Wie bewertest du die Veränderungen?

 

2. Befragter: Ich finde solange sich was tut, solange das Viertel irgendwie davon profitiert, schöner wird bzw. auch nicht herunterkommt, finde ich das gut. Und wenn es neue Möglichkeiten gibt, Einkaufsmöglichkeiten oder Weggehmöglichkeiten, Konzerte, solange es irgendetwas Künstlerisches, Kulturelles ist, aber auch  den Konsum irgendwie so ein bisschen anheizt, finde ich das gar nicht mal so schlecht. Aber ja… es sind halt auch Sachen da, die einfach dann stören. Die Saarland Versicherung oder dieses Esplanade. Das sind einfach Sachen, die passen einfach nicht hierher. Und dass sich halt immer mehr Leute breitmachen, die eigentlich hier, finde ich, relativ wenig verloren haben, meiner Meinung nach. Das stört dann doch ein bisschen. Aber das kann dem Viertel auch gut tun, weil natürlich was getan wird. Aber was mir noch eingefallen ist. Es wurde sich oft beschwert wegen der neuen Laternenbirnen. Die hatten vorher orangenes Licht und sind jetzt mit LED-Lichtern ausgestattet, weil das effizienter sein soll. Aber dass an solchen Sachen gespart wird, verstehe ich nicht. Da wurde sich von Anwohnern beschwert, dass die Lampen zu grell wären abends. Ich finde man sollte aber versuchen, den Charme des Viertels zu erhalten und dabei sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Und anscheinend hatte jemand schon einmal den Versuch gewagt und die Laternen mit einem orangenen Ding abgehängt, da kam aber am nächsten Morgen das Ordnungsamt und hat es wieder entfernt. Dass sich die Stadt da so reinhängt, finde ich, hat dann wieder blöde Seiten. Dass da so viel gemacht wird, was in die falsche Richtung geht.

 

Was wünschst du dir für das Nauwieser Viertel?

 

2. Befragter: Schöne Einkaufsmöglichkeiten, vielleicht ein Kiosk oder ein günstiger kleiner Sparmarkt. Dass man Studenten eine Möglichkeit bietet, wo sie einkaufen gehen können außer dem Netto, der ziemlich heruntergekommen ist. Was ich mir auch wünschen würde, dass sie vielleicht ein bis zwei neue Cafés oder so statt neue Parteifilialen, die da für Sitzungen genutzt werden. Ansonsten finde ich es schön so wie es eigentlich ist. 

 

 

 

„Da merkt man schon, da tut sich was.“

 

Haben Sie bisher schon einen Wandel unter den Viertelbewohnern feststellen können? Beispielsweise eine zunehmende Anonymisierung?

 

3. Befragter (56, Sozialarbeiter Caritas): Also im Vergleich zu früher natürlich. Ich bin seit 1981 hier im Stadtteil von daher sind in den letzten Jahren natürlich viele Wohnungen gut saniert und renoviert worden. Das hat natürlich zur Folge, dass damit auch die Mieten steigen. Und früher waren hier auch ganz viele Studenten und WGs, aber auch viele ältere Menschen oder größere Familien, die sich die Wohnungen noch leisten konnten. Und nachdem die so saniert sind, merkt man schon, dass die dann verschwinden oder wegziehen, weil sie sich die Wohnungen nicht mehr leisten können. Aber manchmal ändert sich auch die Lebenssituation, dass die Familien kleiner werden, da braucht man diese großen Wohnungen nicht mehr. Aber da merkt man schon, da tut sich was. Aber immer noch ist das Nauwieser Viertel ein Treffpunkt für viele Kulturen und verschiedene Ansätze. Aber die wohnen zum Teil nicht mehr alle hier, sondern die kommen dann von außerhalb.

 

Sie haben eben bereits die Wohnungslosen angesprochen hier im Viertel. Wie würden Sie die Situation beschreiben?

 

3. Befragter: Es gibt ja halt einfach die Szene der Wohnungslosen. Wir selber [Caritas] haben das Bruder-Konrad Haus in der Fichtestraße. Das ist für Männer, die dort sind, um die in Arbeit oder einen geregelten Rhythmus zu bringen. Dann gibt’s noch andere, die halt nicht diese Angebote wahrnimmt. Die finden Sie vor allem da vorne auf diesem Platz. Wobei das ist eine ganz bunte Mischung. Also man kann die nicht nur als Wohnungslose bezeichnen. Da sind auch welche mit großen Alkoholproblemen, Drogenproblemen. Also verschiedene Mischungen. Trotzdem sind es halt Menschen, die größere Probleme haben. Und die fallen vor allem hier an der Bushaltestelle, der Saarbahn auf. Das ist aber eher so eine Drogenszene schon. Also man kann die nicht alle in einen Topf werfen. Das sind unterschiedliche Gruppen, unterschiedliche Hintergründe usw. Die können auch nicht so alle miteinander. Also den Wohnungslosen oder so gibt’s nicht. Die Idee der Stadt war ja die von der Saarbahnhaltestelle wegzukriegen, weshalb man dann den Platz in der Richard-Wagner Straße geschaffen hat. Aber es ist eigentlich das Gegenteil passiert. Da hat sich eine ganz andere Gruppe angesiedelt und da vorne sitzen sie immer noch. Also man hat da nicht vorhergesehen, dass das nicht den gewünschten Effekt bringt.

 

Wissen Sie, warum sich dies hier so konzentriert?

 

3. Befragter: Naja gut. Also es gibt ja immer Gruppen, die sich an gewissen Punkten treffen. Und so ist das hier auch. Also das hat sich hier so eingebürgert. Das ist im städtischen Wohnkontext auch anders als im ländlichen. Da gibt es Menschen mit diesen Problemen nicht so gehäuft. Da würden sie in den kleineren sozialen Einheiten mehr auffallen und hier können sie anonymer leben. Von daher ist das glaube ich typisch für Städte, dass sich solche Gruppen in Städten besser zurechtfinden.

 

Haben Sie Erfahrungen gemacht, wie Viertelbewohner diese Problematik hier wahrnehmen?

 

3. Befragter: Also das wird wahrgenommen von den Viertelbewohnern aber aus den Gesprächen, die ich so kenne…also es wird beobachtet, es wird auch wahrgenommen aber als große Beeinträchtigung wird das nicht gesehen. Also einige sagen schon mal… nebenan gibt es eine Kleiderkammer einmal die Woche, dass da einige Passanten mal die Straßenseite wechseln, weil sie nicht da dran vorbeigehen wollen, wenn da zehn Leute stehen. Auf der anderen Seite ist das ein Sicherheitsbedürfnis und sehr subjektiv. Die einen haben schon Angst, wenn drei Leute zusammenstehen und da vorbeizugehen. Und andere haben das nicht. Also von vielen älteren weiß ich auch, dass sie sich hier sicher fühlen und auch abends noch im Viertel unterwegs sein können ohne Angst zu haben, also von daher. Das ist sehr subjektiv. Die einen erleben das als Störung, die anderen nicht. Störend kann das manchmal schon sein, wenn die nachmittags da vorne schreien mit einem gewissen Alkoholpegel. Aber ja.

 

Da gab es ja auch einmal den Konflikt mit dem Kirchgarten?

 

3. Befragter: Ja genau. Und die haben das Problem gelöst, indem sie ihn zugesperrt haben. Also es gibt ne Menge an Hilfsangeboten und Beratungsangeboten, aber es gibt auch eine Gruppe von Menschen, die die Hilfe nicht annimmt. Wir selbst haben ja hier im Haus auch unten das Cafe Jedermann. Das sind aber auch mehr Menschen, die aus der Alkoholszene kamen. Die dann nach der Therapie auch ihr ganzes soziales Umfeld ändern müssen, weil sie auch nicht mehr die Gelegenheit haben wollen, im Alkohol ihre Zukunft zu sehen. Da suchen die sich dann ein neues Umfeld. Und das ist so ein alkoholfreies Cafe, wo die sich dann treffen können und auch so ein bisschen Tagesstruktur haben. Wenn man alleine zuhause sitzt, ist die Gefahr höher so einen Rückfall zu erleiden. Aber das ist halt genauso bunt wie das Viertel. Also auch die unterschiedlichsten Gebrechen oder Dinge, die man so mitbringt.

 

Wie würden Sie die demografische Situation beschreiben?

 

3. Befragter: Gut also die Abend- und Freizeitkultur ist natürlich was anderes. Aber wenn man hier lebt, hat man natürlich den Tag usw. Nun ist es hier so. Wir haben im Viertel so 800 bis 900 Senioren, die hier leben. Und ansonsten leben so 6000 Menschen hier im Viertel, grob gesagt im inneren Viertel. Das heißt es ist da schon ein relativ großer Anteil an Senioren, der hier lebt. Aber die richtig alten, davon gibt’s jetzt nicht mehr so viel. Aber an der Ecke vorne ist ja noch das Pflegeheim St. Johann, das ist ja dann eine ganz andere Einrichtung, wo Menschen ja dann leben, die nicht mehr so gut am kulturellen Leben teilnehmen können. Also es ist sehr, sehr unterschiedlich. Aber es gibt immer noch günstige Wohnungen, die nicht renoviert sind aber die werden weniger. Man merkt auch, es wird auch sehr vieles rundherum gebaut. Das sind ja auch sehr attraktive Wohnungen, aber hochpreisige Geschichten, da dieses Siemens Gebäude zum Beispiel. Oder das alte Stadtbad. Das sind tolle Wohnungen, aber die sich Senioren mit Grundsicherung nicht leisten können. Von daher kann ich es nicht sagen. Abends hat man das Gefühl es leben nur junge Menschen hier, aber das ist tagsüber auch anders. Man muss auch überlegen. Verkehrstechnisch ist das Viertel sehr gut angebunden, rundherum sind Einkaufsmöglichkeiten. Im Viertel selbst fehlt so ein kleiner Laden, wo man auch ein paar Sachen kriegt. Für die Leute, die zu Fuß nicht mehr so gut sind. Da muss man dann schon Taxi oder Bus fahren zum Einkaufen und die Parksituation ist auch nicht so toll. Von daher, aber ich glaube es ist ein ganz lebenswertes Viertel hier.


Das Nauwieser Viertel – der Prenzlauer Berg von Saarbrücken?

Zur abschließenden Betrachtung sollen die Ergebnisse der einzelnen Methoden noch einmal zusammengefasst werden:

 

Der Bebauungsplan, wird seit 2010 im Fünfjahrestakt von dem Stadtplanungsamt Saarbrücken erarbeitet und soll die Interessen von Gewerbetreibenden und Bewohnern weitgehend zu erfüllen versuchen. Er verkörpert in seiner Form die als negativ empfundene Einflussnahme der Stadt auf die Entwicklung des Viertels. Die Reglementierungen, welche beispielsweise auch die Eröffnung neuer Schank- und Speisewirtschaften in dem Bezirk untersagen, heizen den Bewohnern zufolge die Gentrifizierung geradezu an. Die Stadt Saarbrücken würde einen solchen Prozess womöglich begrüßen, da das Viertel durch Privatinvestitionen und ohne ihr eigenes finanzielles Zutun eine Aufwertung erfähre.

 

Die Medienanalyse führt zu dem Schluss, dass die Gentrifizierung im Zusammenhang mit dem Nauwieser Viertel ein geläufiger Begriff ist, sowohl in der Lokalpresse als auch unter den Viertelbewohnern, demnach also kein Novum darstellt. Vermutlich jeder Ansässige wurde damit bereits konfrontiert. Diese Tatsache baut auch darauf auf, dass das Viertel medial stets durch Assoziationen eines alternativen Stadtbezirks charakterisiert wird, seien es Umschreibungen wie „Szene-Viertel“, „Kult-Viertel“ oder gar „kulturelles Herz von Saarbrücken“. Entsprechende Artikel werden in einer Sammlung am Ende des Eintrags verlinkt.

 

Die Interviews mit den Viertelbewohnern sollten Wohnbedürfnisse herausfiltern, die sich auf das Nauwieser Viertel übertragen lassen. Positiv bewertet werden demnach die Nähe zur Innenstadt, die Ausgehmöglichkeiten (Kneipenszene), die entspannte Atmosphäre in dem Stadtviertel, die sozialen Aspekte wie Gemeinschaft und Zugehörigkeit, sowie die Lebensqualität im Viertel. Auch die Sarnierung von Gebäuden fassten die Bewohner eher positiv auf, da sie die Position gegen einen Verfall und für die Erhaltung ihres Viertels einnehmen. Als negativ wahrgenommen werden die durch den Verkehr verursachten Lärm und Emissionen sowie die steigenden Mieten und die dadurch bedingte Verdrängung Alteingesessener. Umfragen ergaben außerdem, dass das Gastronomiekonzept Esplanade die Rolle als „Sinnbild für die Gentrifizierung“ übernimmt.

 

Teilnehmende Beobachtung und Streifzüge durch das Nauwieser Viertel bestätigten die obigen Annahmen zusätzlich. Tagsüber sind wesentlich weniger Menschen im Viertel anzutreffen als abends, vor allem am Wochenende. Umfragen unter Kneipengängern ergaben zudem, dass der Großteil der Besucher nicht aus dem Viertel selbst stammen, sondern aus anderen Stadtteilen Saabrückens und der Umgebung. Was den baulichen Zustand betrifft ist zu konstatieren, dass viele vollständig renovierte Häuser und Gebäude im Viertel befindlich sind. Beispielsweise in der Nauwieser Straße bietet sich ein Bild restaurierter Häuserfassaden. Dies entspricht gentrifizierten Gebieten. Gleichzeitig existieren sanierungsbedürftige Gebäude trotz der 2010 abgeschlossenen, großflächig angelegten Sanierungswelle im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“. Obgleich weiterhin Privatinvestitionen in einzelne Immobilien fließen, die zu einer Erhöhung des Mietpreisniveaus im gesamten Viertel führen. Hinzu kommt außerdem, dass einige durch abgerissene Häuser entstandenen Leerflächen nicht erneut bebaut werden. So ergibt sich insgesamt ein eher heterogenes Bild der Immobilienstruktur: Altbauten, moderne Lofts und pragmatische Nachkriegsbauwerke. Eindrücke dieser Beobachtungen liefern Bilder am Ende des Eintrags.

 

 

Insgesamt lässt sich also festhalten, dass mit dem Nauwieser Viertel in Saarbrücken zwar eine Form von Gentrifizierung vorliegt, obgleich sie im Vergleich zu anderen gentrifizierten Gebieten, wie beispielsweise dem Prenzlauer Berg in Berlin, eher schwach ausgeprägt ist. Ein Faktor, der gegen eine weitere Gentrifizierung spricht, ist die Geräuschkulisse. Wegen der ausgeprägten Kneipenkultur kommt es im Ausgehviertel häufig zu nächtlichem Lärm. 


Impressionen aus dem Nauwieser Viertel


Linksammlung

Zeitungsartikel:

 

Andrack, Manuel: „Saarbrücker Kultstadtteil: Das Einerseits-Andererseits-Viertel“  in: http://www.spiegel.de/reise/deutschland/saarbruecker-kultstadtteil-das-einerseits-andererseits-viertel-a-812865.html [02.02.2012] (zuletzt geprüft: 11.04.2016).

Joost-Schäfer, Kerstin: „Hier gibt es Kaffee, Kuchen und Konzerte“ in: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/sanktjohann/St-Johann-Chanson-Gitarre-Harfen-Hotel-und-Gastronomiegewerbe-Jazz-Kaffee-Klassische-Musik-Konzerte-und-Konzertreihen-Kuchen-Musik;art446507,5612276 [03.02.2015] (zuletzt geprüft: 11.04.2016)

Rolshausen, Martin: „Es rumort im Nauwieser Viertel“ in: http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/sanktjohann/St-Johann-Bebauungsplaene-Brueck-Gentrifizierung-Hotel-und-Gastronomiegewerbe-Jahr-2013-Mieten;art446507,5673228 [20.03.2015] (zuletzt geprüft: 12.04.2016).

Rolshausen, Martin: „Ist das Nachtleben in Gefahr?“ in: http://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/sanktjohann/St-Johann-Bebauungsplaene;art446507,5687492 [31.03.2015] (zuletzt geprüft: 12.04.2016).

Rolshausen, Martin: „Ein Viertel wie das Leben: wunderschön, unerbittlich“ in: http://www.saarbruecker-zeitung.de/aktionen/2009/72-stunden-aktion/saarbruecken/art29268,4361158 [11.07.2012] (zuletzt geprüft: 12.04.2016).

Rolshausen, Martin: „Initiative will das ganze Nauwieser Viertel zur Bühne machen“ in: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/sanktjohann/St-Johann-Balkon-Jodeln-Nachbarn;art446507,5904144 [24.09.2015] (zuletzt geprüft: 12.04.2016).

Saeftel, Markus: „Initiative ist gegen mehr Kneipen“ in: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/sanktjohann/St-Johann-Bebauungsplaene-Laermschutz-Staedte;art446507,5500815 [06.11.2014] (zuletzt geprüft: 11.10.2015).

Schreiner, Christoph: „Ein Esszimmer für das Nauwieser Viertel“ in: https://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Ein-Esszimmer-fuer-das-Nauwieserviertel;art27856,4237151#.T-jM7LVUwXE [24.03.2012] (zuletzt geprüft: 11.04.2016).

Wagner, Peter: „Bebauungsplan Nauwieser Viertel fertig“ in: https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/saarbruecken/sanktjohann/St-Johann-Arbeit-und-Beruf-Bebauungsplaene-Unternehmer;art446507,5906839 [26.09.2015] (zuletzt geprüft: 11.04.2016).

 

Viertelvor: 

Kuckert, Falk/ Leis, Ralf (Hg.): Viertelvor, Band 1-16, Saarbrücken 2003-2015. [online] http://leisundkuckert.de/design/viertelvor (Stand: 09.04.2016)

 

Sonstige Links:

Webseite der Initiative Nauwieser Viertel: http://www.initiative-nauwieser-viertel.de/  (Stand: 20.04.2016).

Webseite der Nauwieser Neuzehn: http://n.n.nauwieser19.de/ (Stand: 20.04.2016).

Landeshauptstadt Saarbrücken: Stat.info. Die Bevölkerung Saarbrückens im Jahr 2014. Saarbrücken 2015. https://www.saarbruecken.de/media/download-532af076063d7 (Stand: 10.04.2016).