Wohnwelten: Digital und auf Papier


Wohnen – grundlegend und essentiell, stil- und geschmackvoll, kreativ aufregend, retrospektiv und zeitgemäß – ist für Redakteure und Blogger gleichbedeutend mit leben. Selbstverwirklichung und Individualismus sind dabei Ideale ihrer, unserer Gesellschaft. Es ist interessant zu beobachten, wie ''Kreative'' eine Community entstehen lassen, Austausch gleicher Interessen und Geschmäcker stattfindet und das Wohlfühlen und Wohngefühl durch Bilder und Inszenierung über Ratschläge – oder sind es Empfehlungen im Sinne von: So wohnt es sich besser? – in die eigenen vier Wände projiziert werden. Die Verbreitung von Inspirationen – von der Tasse Kaffee am Morgen, bis zu besonders gesund und stilvoll zubereiteten Sous-vide-Gerichten in der smarten, modernen Modulküche am Abend –, Innovationen und Ideen haben durch die neuesten Social-Media-Trends eine rasante Verbreitung gefunden. Den Avantgardisten in Sachen gestalten, dekorieren und einrichten geht es um das Teilen von Interessen und Geschichten, die Menschen faszinieren, begeistern und motivieren, ihrem Wunsch nach einem gemütlichen, stylischen oder kreativen Zuhause nachzugehen und sich in diesem selbstzuverwirklichen. Mit Inspiration fluten und überfluten die Bilderströme der Magazine und Blogs unser Eigenheim, unseren eigenen Einfallsreichtum, unseren Geschmack. Eine Freundin hatte die Frage aufgeworfen, worum es denn bei den bunten ''Bildbändern'' – online als auch auf Papier – ginge; die allgemeine Sinnlosigkeit tausende Wohnideen aufzusaugen und letztendlich andere entscheiden zu lassen wie man wohnt, oder die geschönten Bilder, die schreien: „Hey die Welt ist schön!“, oder dass ,Mensch sich den Meinungen anderer hingibt und diese Ratgeber braucht, um zu „leben“? Natürlich, einen zynischen Unterton beinhaltet dieser Gedankengang durchaus. Dennoch ist es interessant, dass die monatlich erscheinenden Magazine und ständig aktualisierten Blogs, eine gar unerschöpfliche Inspirationsquelle – mit neuen und wiederkehrenden ‚Innovationen‘ liefern soll und uns dabei helfen wollen, wie man „schöner wohnt“. Dabei scheint die Antwort auf die Frage doch unverkennbar und unverblümt: „Schöner zu wohnen beginnt mit einem Abo“ (Schöner Wohnen, März 2016, S.146). Und wenn der Leser oder Follower die Ideen auf SoLebIch.de, Schöner Wohnen und co. konsumiert, geht es dabei „ganz klar um die schönen Dinge im Leben. Man zelebriert die Tasse Kaffe am Sonntagmorgen, man feiert sein Zuhause, private Alltagsprobleme müssen leider draußen bleiben“. So scheint es – wie bei fast allem im Leben – vor allem um Schauwerte – meine neues Bett, mein neuer Eames-Chair, meine tolle Wohnung – zu gehen. „Unsere Wohnung dient unserer Selbstdarstellung“ (Perfahl 2015, S.70). Die Ratgeber-Magazine lesen sich wie Kaufanleitungen, zeigen Traumvillen und Designerstücke in inszenierten Studioszenen und sind als glorifizierte Magazin-Bildtexte weit von „Lieschen Müllers Alltag“ entfernt. Zu zeigen wie man wohnt, wie man wohnen soll und kann interessiert und motiviert den Leser, Blogger und Redakteur. „Haben Sie Wohnprobleme?“, der „Hausdoktor“ zeigt, wie man scheinbar unlösbare – es wirkt beinahe ironisch – Herausforderungen lösen kann (Schöner Wohnen, April 2016, S. 166). Schöner Wohnen stattet Ihnen einen Hausbesuch ab. Der Hausdoktor behandelt ganz ungeniert Einrichtungsprobleme – bei denen er als Paartherapeut hin und wieder die Wogen innerhalb des Eigenheims glättet – und mit pragmatischen Lösungen zeigt, wie es richtig geht! Warum fasziniert, interessiert – ja fordert und überfordert – Wohnen die Menschen? Ist es das ,Hinterherjagen‘ nach den neuesten Designs und Trends oder der unersättliche Wunsch besser, schöner zu wohnen oder leben?

 

Wohnen ist eine Materie, die jeden betrifft. Diese Botschaft scheinen Blogger und Redakteure in die Wohnzimmer ihrer Leser tragen zu wollen, das Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden zu jeder Jahreszeit zu fördern und mit dem Zuhause Eins zu werden. Es geht um emotionales und ästhetisches Wohnen, wenn die glatten, perfekt in Szene gesetzten Bilder in unseren Augen einen beneidenswert glücklichen Blick auslösen und das Verlangen wecken, es den Style orientierten und begabten Bloggern gleich zu tun. Jede Zeitschrift, jeder Blog stellt ein kreatives – vor allem ästhetisches – Kunstwerk dar, dass seine Rezipienten mit tollen Fotografien und Ideen inspiriert. „Kunst wird zum Wohnen und Wohnen wird zur Kunst“ (Brüderlin 2008-2009, S. 13). Dieses Motto findet sich im Inhalt sowie Layout der medialen Ratgeberkultur und mündet schließlich im besseren, stilvollen Wohnen. Wohnen gleich Leben. Sich Wohlfühlen. Kreativ und modisch sein. Die Wohnmagazine und Blogs transferieren ein positives Lebensgefühl, bei denen Alltagsprobleme draußen bleiben müssen – in Not hilft der „Hausdoktor“. Und während die Bilder von Blogs wie Decor8, SoLebIch.de und French By Design authentische Wohnungen repräsentieren und intim menschliche Züge bewahren sollen, haftet den Hochglanzmagazinen die Nuance einer geglätteten, aufgeräumten und teuren Präsentation von Designerwohnungen an. Doch einen wahrhaften Unterschied mag sich dem Laien bei der Betrachtung nicht bieten. Denn natürlich widmen die modebewussten Blogger einen großen Teil ihrer Arbeit dem Herrichten, in Szene setzen und Bearbeiten ihrer Bilder, die nur geschickte Ausschnitte zeigen. Und trotzdem breitet sich ein Gefühl der Erreichbarkeit auf Augenhöhe aus, sobald man sich durch die bunten, selbst gestalteten Blogs klickt und einem Produkt durch „“ Gefallen schenkt. Dabei fühlt man die Philosophie der Blogger, ihre Interessen, ihren Geschmack und Kreativität, mit der wir uns identifizieren und auseinandersetzen. Eine Bloggerin bekräftigte in einem Interview, dass es besonders um die Identifikation mit dem Blogger ginge. Denn „wenn ich als Leser einen Blog mag, kann ich mich höchstwahrscheinlich mit dem Autor identifizieren“. Wenn wir uns mit Menschen hinsichtlich Geschmack und Interessen verbunden fühlen, vertrauen wir auch auf deren Rat; und so scheint es auch mit Wohnblogs zu sein. Wohnblogs und Magazine also gleich Social Media! Private Menschen – oder Redakteure – schreiben über persönliche Erfahrungen – alles rund um Wohnen und Leben – teilen mit, inspirieren. Stehen diese Medien, die private Einblicke erlauben, als Social Media Plattformen nicht genau für einen Aspekt von Wohnen und Wohnung? Denn Fakt ist, dass sowohl Social Media und (gemeinsame) Wohnungen, bzw. Wohnbereiche als ,Kommunikationszentralen‘ fungieren, in denen „Geselligkeit, Zusammensein und Kommunikation“ (Perfahl 2015, S. 68) Ausdruck und Anwendung finden. Die zahlreichen Wohnblogs bieten dabei eine fühlbar intimere Erreichbarkeit wenn es darum geht, Bilder zu teilen, Wünsche und Träume zu äußern und wohninteressierte Gleichgesinnte unter – bzw. in – unsere „dritte Haut“ (Schöner Wohnen, März 2016, S. 53) schlüpfen zu lassen. Denn wir treten – bei SoLebIch.de, Freunden von Freunden und Pinterest – ja in Kontakt mit vermeintlich authentischen Menschen. Wir schauen sympathischen Kreativen beim Leben und Wohnen zu, teilen die Freude und das Interesse für alle Inspirationen, die unseren Alltag schöner gestalten. So steht Wohnen für die zahlreichen Redakteure und Blogger schon längst nicht mehr nur für das schicke Eigenheim, sondern vermischt zunehmend andere Lifestyle-Themen, wie Reise, Kochen und Mode. Dinge eben, die das Leben schöner machen (Über SoLebIch.de). Auf Papier und digital: Präsentiert werden ähnliche Gattungen jedoch entfaltet sich unabhängig von den haptischen Gesichtspunkten eine nahbarere Leseerfahrung. Denn offenherzig – fast schon zu tiefblickend – öffnen uns auf den sozialen Plattformen keine Interieur interessierten Sterneköche, skandinavischen Stardesigner und hippe Upperclass Penthouse Bewohner ihre Türen, sondern schlicht Bastel-, Dekorier- und Einrichtungsverliebte, Wohnbegeisterte und Medienschaffende. Natürlich auch hier mit einem Hang zur Selbstdarstellung und perfekten Inszenierung. Wieso sonst sollten wir einen Kommentar hinterlassen, der uns in Begeisterung und Gefallen den Einfallsreichtum und die Kreativität durch einen „Like“ oder „Herzen“ in den digitalen Community-Himmel heben lässt. „Es geht bei der Wirkung nach außen immer um Anerkennung und Ansehen“ (Perfahl 2015). Aber diese Anerkennung gewährt man gerne, denn die bunten Sammelsurien – Print oder Digital – erreichen uns, regen an und machen Spaß. Häufig dienen Sie auch der Flucht aus unserem – vielleicht – flauen und drögen Alltag, indem wir durch schöne, ästhetisch ansprechende Motive blättern und klicken, und dabei die Vielfalt der Wohnkulturen einsaugen.

 

Wir werden zu Voyeuren, die vor Neugier und auf der Suche nach Inspiration in die Wohnungen anderer „reinkiebitzen“ (Spiegel Online), sie inspizieren und dabei ein sensorisches Sinneserlebnis erfahren. Denn helle, angenehme Farben, gestochen scharfes und in stilvollen Schriften wie Farben gehaltenes Layout und Web-Design kombiniert mit wohlwollenden Beschreibungen erzeugen bei uns ein positives Lebensgefühl, entspannte Disponiertheit. Und während die von verschiedensten Werbeanzeigen überfüllten Magazine – Werbe-, bzw. Einrichtungsgegenstände, die man niemals in einer dieser Magazine selbst abgebildet sehen würde – puren Luxus zu symbolisieren scheinen, verbreiten die DIY-Ideen der Communities und Hobby-Blogger das Gefühl, dass es sich bei den präsentierten Wohnideen tatsächlich um solche handelt, die das Thema „rund um's Wohnen für alle!“ favorisieren. Wobei auch nicht unerwähnt bleiben soll, dass auch persönlich wirkende Blogs über Partner und Produktplatzierung PR betreiben (Vgl. Fluter.de). Das Medium „Web-Blog“ fungiert als Tagebuch, vielmehr als bei Magazinen wird hier Wohnen emotionalisiert und mit Leben assoziiert. Es geht in erster Linie um das eine Interesse, inspirierende Menschen mit der gleichen Leidenschaft; dennoch: Die Grenzen verschwimmen. Blogger wollen uns ein „Ohhh“ und „Mhhh“ (OHHH MHHH.de) entlocken, wenn sie über ihr privates Leben (Wohnen), den perfekten Reiseorten und ihren Lieblingsgerichten zur passenden Jahreszeit berichten. Stefanie – Studentin für Innenarchitektur – erzählte mir, dass es dabei vor allem um einen bestimmten Lifestyle ginge, bei denen Modetrends, Ernährung und Design als Kreativ- und Designdisziplinen schwer voneinander zu trennen seien und dass eben Magazine und Blogs perfekt geeignet seien, um es sich heimelig zu machen – das Wohnen aufzuwerten. Ob Magazin oder Blog: Wohnen bedeutet Leben; eine anthropologische Grundkonstante, die IKEA mit ihrem Slogan „Wohnst du noch oder lebst du schon?“ (Brüderlin 2008-2009, S. 13), aufgegriffen hat und in den Medien rund um Wohnen wohl seinen mannigfaltigsten Ausdruck gefunden hat.

 

Alles rund ums Wohnen: Expertengespräche


 

Um das Kapitel des Wohnens in Print und Digital – mit all seinen Facetten und Schwerpunkten – zu schließen, sollen Menschen zu Wort kommen, die sich durchaus als Experten auf diesem Gebiet sehen können und die auf ganz differenzierte Weise mit dieser Materie vertraut sind. Während meiner Arbeit mit Wohnblogs und Wohnmagazinen konnte ich mich glücklich schätzen, auf Wissen und Anmerkungen verschiedener „Kreativschaffender“ – darunter Designer, Redakteure, Blogger und DIY-Experten – zurückgreifen zu können.

 

Ein Interview mit Claire R., ehemalige Mitarbeiterin bei SoLebIch.de

 

P. Wiehn:

Um was geht es bei „SoLebIch.de“?

 

Claire R. :

SoLebIch.de ist so etwas wie ein soziales Netzwerk im Bereich Wohnen (und allem, was so dazu gehört wie z.B. auch Kochen und Backen, Reisen, teilweise Mode), in dem Wohninteressierte Gleichgesinnte finden und sich austauschen. Mitglieder können dort Bilder hochladen und zeigen, wie sie leben. Andere kommentieren oder „herzen“ (liken) diese Bilder“.

 

P. Wiehn:

Was unterscheidet diesen Wohnblog von anderen Blogs?

 

Claire R. :

SoLebIch.de ist kein richtiger Wohnblog, sondern eher eine Community, die von ganz vielen Menschen gestaltet wird. Es ist also nicht (wie bei den meisten Blogs) DIE EINE Person, die Inhalte erschafft und von anderen bewundert wird, sondern ganz viele“.

 

P. Wiehn:

Wo liegt ihrer Meinung nach der Unterschied zwischen einem Blog und einer Zeitschrift als Wohnratgeber?

 

Claire R. :

Blogs sind viel authentischer und nahbarer als eine Zeitschrift. Man kann durch Kommentare direkt Feedback geben oder z.B. nähere Details erfragen. Zeitschriften sind da viel anonymer. Sie zeigen außerdem in der Regel inszenierte Studioszenen un Herstellerbilder oder „Traumvillen“, also Wohnungen und Möbel, die vom Lieschen Müllers Alltag doch weit entfernt sind. Natürlich setzen auch Blogger ihr Zuhause bestmöglich in Szene, räumen auf, bearbeiten Bilder, zeigen nur geschickte Ausschnitte. Das ganz normale Chaos findet auch hier eher hinter der Kamera statt. Aber dennoch sind das Menschen wie Du und ich, Menschen, deren Lifestyle für den Leser eben nicht unerreichbar ist“.



P. Wiehn:

Woher kommt das große Interesse der Menschen am Thema Wohnen?

 

Claire R. :

Na ja, ich denke, das sind tatsächlich evolutionäre Überbleibsel, ein Nestbautrieb, der uns nunmal innewohnt. „Schön“ hat man (oder eher: frau) es sich schon immer gern gemacht – dank der Inspirationsquelle Internet und dank Onlineshopping sind viele Dinge viel leichter erreichbar geworden. Notfalls bestellt man ein Replikat im Ausland – wenn das Original zu teuer ist“.

 

P. Wiehn:

Impliziert das „bloggen“ nicht auch das Aufgeben der Privatsphäre und Individualität?

 

Claire R. :

Nein, das denke ich nicht. Das Internet hat meines Erachtens eine Verschiebung der Privatsphäre mit sich gebracht. Die Leute wissen sehr genau, was sie online teilen. Und letztlich ist das eine Kosten-Nutzen-Rechnung, die Likes und Kommentare, die ich für meine schöne Wohnung, meine DIY-Idee oder die Geburtstagstorte bekomme, sind wie eine neue Währung. Ich gebe etwas preis – und bekomme Lob und Anerkennung dafür. Und warum gibt man als Blogger Individualität auf? Weil ich andere dazu einlade, es mir gleichzutun, mich nachzuahmen? Ganz ehrlich, wer ist denn nicht gerne ein Vorbild? Individualität ist doch nur dann ein Thema, wenn ICH selbst der Nachahmer bin. So sehen es die Blogleser aber auch gar nicht, sie finden ihre eigene Interpretation dessen, was sie woanders gesehen haben. Und es kommt in den seltensten Fällen vor, dass Wohnstile eins zu eins kopiert werden. Man inspiriert sich hier und adaptiert dort. Klar kann man den Bloggern ankreiden, dass viele Wohnungen sehr ähnlich sind, aber so ist das eben mit Trends. Das sehen die Leute selbst aber nicht so, weil sie mit ihrem eigenen Stil, den im Internet vielleicht viele auch haben, im eigenen Freundeskreis zuhause, im Leben einspunktnull immer noch bunte Vögel sind (bzw. aktuell eher nordisch-schlicht, grau-beige, schwarz-weiße). Inspiration ist viel mehr das Thema als Individualisierung“.

 

P. Wiehn:

Soll durch Wohnratgeber ein bestimmtes Lebensgefühl/Wohngefühl vermittelt/verfestigt werden?

 

Claire R. :

Es geht dabei klar um die schönen Dinge im Leben. Man zelebriert die Tasse Kaffee am Sonntagmorgen, man feiert sein Zuhause, private Alltagsprobleme müssen leider draussen bleiben. Klar, manche Blogger nutzen ihre Prominenz auch mal für ernste Themen. Aber eigentlich ist das Hauptthema der Blogs: „Das Leben ist schön“.

 

P. Wiehn:

Was war Ihre Aufgabe bei „SoLebIch.de“ ?

 

Claire R. :

Ich habe als Online-redakteurin über Wohntrends geschrieben, Community Management gemacht und mich um Kooperationen mit Zeitschriften gekümmert“.

 

P. Wiehn:

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, an Wohnblogs zu arbeiten? War das Thema Wohnen ausschlaggebend?

 

Claire R. :

 

Ich bin da rein gerutscht, als Wohnblogs noch gar nicht „in“ waren, etwa 2009. Klar, da gab es schon einige (vor allem in Amerika), die ich auch begeistert gelesen habe, aber ausschlaggebend war vor allem, dass ich mich schon immer für Wohnthemen interessiert habe und dann zufällig SoLebIch.de entdeckt habe“. 

 

 

Ein Interview mit Stefanie B., Studentin für Innenarchitektur, M.A.

  

P. Wiehn:

Du studierst Innenarchitektur, interessierst dich für Design und Interieur. Was begeistert dich an Wohnmagazinen und Wohnblogs? Was denkst du, macht den Nutzen dieser Medien hinsichtlich Wohnen und „es sich schön machen“ besonders aus?

 

Stefanie B.:

Mein Schwerpunkt liegt vor allem bei architektonischen Zeitschriften und Blogs, diese Nutze ich, um in meinem Berufsfeld „up to date“ zu bleiben und mir Inspirationen für meine eigenen Studienprojekte zu holen (Zeitschriften: AIT, Detail, Form, Blogs: Dezeen, Houzz, Baunetzwissen, Archdaily, usw.). Darüber hinaus kenne ich aber natürlich auch die typischen Magazine für „Otto Normalverbraucher“, wie „Schöner Wohnen“ etc. Grad liegt z.b. das „Couch-Magazin“ auf meinem Schreibtisch. Auch die IKEA-Kataloge möchte ich loben. Man wird mit Wohntrends versorgt, bekommt Produktvorschläge (Möbel, Deko, Tapeten, Bodenbeläge, Wandfarben) aus verschiedenen Preiskategorien. Auch hochpreisige Designklassiker sind in diesen Magazinen kein Tabu. In anderen Ländern ist es ganz üblich, sich mit Designermöbeln im eigenen Heim zu umgeben. In Deutschland besteht da noch viel Nachholbedarf, dafür finde ich diese Magazine und Blogs perfekt, da sie oft ein gutes Gespür für den Zeitgeist besitzen.

 

P. Wiehn

In unserem Telefonat hast du berichtet, dass du besonders Pinterest nutzt, um dich über Trends, DIY- und Einrichtungsideen zu informieren. Wieso? Was macht diese Art von Social Media so besonders?

 

Stefanie B.:

Ich mag Pinterest besonders, da sich dort viele designinteressierte Menschen tummeln und man im Gegensatz zu „Google Bilder“ eine Bereits selektierte Auswahl an Bildern zu seinen Stichworten bekommt. Eine designbasierte Selektion sozusagen. Ich sehe auf dieser Seite kaum „Schreckliches“. Desweiteren kann man ganz einfach Pinnwände zu verschiedenen Interessenschwerpunkten anlegen, bei mir z.b. Dinge wie „Licht, Grafik, Möbel, Keramik, Produktdesign, Do it yourself“ etc. Danach bekommt man auch immer wieder interessante Bildvorschläge zu seinen Themenschwerpunkten. Man muss die Bilder auch nicht mehr auf dem PC abspeichern, um sich zu erinnern, sondern kann von überall auf der Welt mit verschiedenen technischen Geräten wie Laptop, Smartphone und Tablet auf seine Pinnwände zugreifen.

 

P. Wiehn:

Selbermachen ist aktueller Trend unter Wohnbloggern und deren Anhängern. Du selbst outest dich als großer DIY-Fan, was macht do-it-yourself für dich aus, woher nimmst du deine Inspirationen, nach welchen Kriterien suchst du aus und was sind deine Beweggründe?

 

Stefanie B.:

Do-it-yourself bedeutet für mich Individualität, Abgrenzung von der Welt der Massenproduktion, seinen persönlichen Stil finden. Außerdem liebe ich es, nach der vielen Arbeit am Laptop auch mal etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen. Dabei ist für mich besonders wichtig, dass es kostengünstig und nicht zu aufwendig ist. Auf ein perfektes Ergebnis kommt es mir weniger an, man darf ruhig sehen, dass die Dinge handgemacht und nicht industriell gefertigt sind. Meine Inspirationen beziehe ich auch wieder stark aus dem Internet (vor allem Pinterest), dort gibt es zahlreiche Anleitungen. Ich arbeite gern mit Beton, da es kostengünstig und gut zu Hause zu verarbeiten ist. Blumentöpfe, Obstschalen, Teelichter, all das habe ich schon hergestellt. Doch auch Holz, Draht und Stoffe (Nähen) stehen ganz hoch im Kurs.

 

P. Wiehn:

Wie schätzt du die Wirkung – psychologisch, ästhetisch und zweckmäßig – der selbstgebauten Einrichtungsstücke ein?

 

Stefanie B.:

Natürlich erfüllt es einen mit Stolz, wenn man den Gästen erzählen kann „dieses Möbel habe ich selbst gebaut“, „dieses Buch habe ich selbst gebunden“, „diesen Blumentopf habe ich selbst gegossen“. Heutzutage ist es etwas Besonderes, Dinge noch selbst zu machen.

 

 

P. Wiehn:

In welcher Beziehung siehst du Design und DIY. Schließt sich das gegenseitig aus oder ist das Selbermachen für dich auch ein Stück weit Design?

 

 

Stefanie B.:

Das ist Design pur! Es gibt ja kaum fertige Bastelsets, d.h. man muss selbst überlegen, welches Endergebnis man will und wie man dort hin kommt. Man greift letztlich nur eine Inspiration auf, designt das Objekt am Ende jedoch selbst. Unter Umständen entstehen auch Gegenstände, die es so noch gar nicht gibt, man sie aber für sein eigenes Leben als nützlich empfunden hat.

 

P. Wiehn

Kannst du dahingehend Rückschlüsse auf die mediale Präsentation (Blogs, Zeitschriften, Social Media) ziehen?

 

Stefanie B.:

 

Angebot und Nachfrage würde ich sagen. Gäbe es nicht diese DIY-Strömung, würden auch nicht alle darüber bloggen und umgekehrt. Auch in den Wohnzeitschriften gibt es immer wieder diese Tips zum selbst machen, sei es Kissengestaltung oder Koch- und Backtipps. Meistens geht es um einen allgemein bewussten Lifestyle, der natürlich auch Modetrends, Ernährung, Musik etc. beinhaltet. All diese Kreativ- und Designdisziplinen lassen sich schwer voneinander trennen.

 

 

 

Als Liebhaberin für Design ist Stefanie auch gnadenlose DIY-Anhängerin. Hier eine kleine "sneak peek" ihrer Kreationen!

 

Ein Interview mit Franziska K., Lifestyle-Bloggerin

 

P. Wiehn:

Du bist ja selbst als Bloggerin aktiv. Was denkst du, begeistert die Menschen an diesem Medium? Was gefällt dir besonders?

 

Franiska K.:

Ich denke die Schnelllebigkeit der Blogs ist gleichzeitig auch ihre Stärke. Ich mag es, dass man auf aufkommende Trends quasi direkt reagieren kann, ganz anders als im Printbereich, wo jeder Artikel mindestens 3 Monate Vorlaufzeit braucht. Außerdem fließt auf einem Blog auch häufig die eigene Persönlichkeit des Autors mit ein, das bleibt bei Zeitschriften ebenfalls auf der Strecke. Es handelt sich also um ein schnelles und sehr persönliches Medium, darin liegt meiner Meinung nach auch die Faszination.

 

P. Wiehn:

Wo liegt deiner Meinung nach der Unterschied zwischen einem Blog und einer Zeitschrift als (Wohn-) Ratgeber?

 

Franziska K.:

Bei einem Blog kann der Leser selbst entscheiden, ob ihm der Geschmack des Bloggers zusagt und kann durch die Kommentarfunktion direkt mit ihm in Austausch treten. Das fehlt bei einer Zeitschrift völlig und häufig werden dort nur zahlende Anzeigekunden reingebracht. Ist der Blogger authentisch, wird man hier auf Geheimtipps stoßen, die sich Printmedien aus Finanzierungsgründen einfach nicht leisten können.

 

P. Wiehn:

Stehst du in Kontakt mit deinen Follower, sodass ein engerer Austausch entsteht?

 

Franziska K.:

Ja, vor allem durch Instagram! Dadurch kann man auch auf Leserwünsche reagieren und den Blog für eine breitere Masse zugänglich machen.

 

P. Wiehn:

Soll durch Blogs als Ratgeber ein bestimmtes Lebensgefühl vermittelt/verfestigt werden? Damit meine ich alle Bereiche, ob Wohnen, Reisen, Essen oder beauty.

 

Franziska K.:

Ich glaube weniger ein Lebensgefühl, als ein Gefühl der Identifikation mit dem Blogger. Wenn ich als Leser einen Blog mag, kann ich mich höchstwahrscheinlich mit dem Autor identifizieren. Dann vertraue ich auch auf seine/ihre Meinung/en und ziehe diese gerne zu Rate.

 

P. Wiehn:

Impliziert das „bloggen“ nicht auch das Aufgeben der Privatsphäre und Individualität?

 

Franziska K.:

Der Individualität überhaupt nicht, denn genau das ist bei mir der Beweggrund zum Bloggen - ich habe ein Medium, in dem ich meiner Leidenschaft völlig freien Lauf lassen kann um ein Publikum damit zu versorgen. Zum Thema Individualität würde ich sagen, dass Bloggen diese viel mehr fördert als unterdrückt. Ein Stück Privatsphäre geht bestimmt verloren, aber es bleibt einem selbst überlassen, was man zeigt und was nicht. Da muss man seine eigene Regeln ausmachen und sich daran halten.

 

P. Wiehn:

Sind Blogs nach einer bestimmten Art, Optik und Design aufgebaut? Wird der „User“ beeinflusst?

 

Franziska K.:

Das kommt immer auf den Blogger und seine Ansprüche an seinen Blog an. Ich glaube, der Leser wird nicht so sehr beeinflusst, sondern viel mehr durch intelligente Linkleisten und auf die Themen angepassten Unterpunkte durch den Blog "geführt".

 

P. Wiehn:

Ich frage mich häufig, wie Wohnblogs, bzw. Blogs im Allgemeinen finanziert werden. Mir ist aufgefallen, dass in gängigen Zeitschriften und auf Blogs sehr viel Werbung abgebildet ist. Läuft dort alles über Produktplatzierung?

 

Franziska K.:

Es läuft viel über Produktplatzierung, aber auch Affiliate Links, Sponsored Posts oder Advertorials sind keine Seltenheit.

 

Ein DIY-Selbsttest - Inspiration von Elbmadame.de (Wohn- und Lifestyleblog)


 

Die Umfrage der Tomorrow Focus Media Social Trends ergab auch, dass vorwiegend Frauen dem Trend des Selbermachens nachgingen. „Da kann „Mann“ sich eine Scheibe abschneiden“ (tomorrow-focus-media.de, Seite 5). Um den prozentualen Anteil der maskulinen „Heimwerker“ – und damit ist nicht gemeint: Modellbau, ab in den Baumarkt und den Boden neu verlegen, oder gleich ein ganzes Haus zu bauen! – zu erhöhen, habe ich mich erneut dazu entschlossen, den in meinen Augen wohl misslungenen Versuch etwas selbst zu bauen, zu wiederholen. Mit Erfolg! Während bei dem Ein oder Anderen vielleicht eine ökonomische Notlage dazu geführt hat, sich einen Schreibtisch zu bauen, muss ich gestehen: Die Not hat mich nicht erfinderisch gemacht! Vielmehr war es meine Verdrossenheit gegenüber dem alten, von Gebrauchsspuren übersäten IKEA-Schreibtisch, der mir eine ungemütliche Arbeitsatmosphäre bereitete und sowieso zu viel Licht absorbierte! Zudem war es auch keine pure Eigenkreation, insofern ich mir die Inspiration aus dem Internet holte, genauer auf elbmadame.de. Aber wie oben beschrieben, ist dies eine gängige und legitime Vorgehensweise und nach Designer Udo Wagner sind „Blogs eine hervorragende Möglichkeit um Entwicklungen zu entdecken“, er selbst greift gerne auf Medien zurück – also gibt es hier scheinbar keinen großen Unterschied zwischen einem Laien und Designer! Soweit so gut. Rein optisch hat mich das Produkt von Jasmin – der Name der Design-, Interior- und Lifestyle-Interessierten Bloggerin – vollends überzeugt. Zudem erschien es mir eine relativ kostengünstige Variante einer neuen Arbeitsfläche zu sein, wo wir wieder bei dem oben genannten ökonomischen, finanziellen Aspekt wären. Außerdem waren die munteren und ermutigenden Worte der Hamburgerin bei der Beschreibung der Handgriffe sehr motivierend! Auch beim Lesen des Posts, bzw. des Blog-Eintrags, sind natürlich die erfahrungsgemäß klischeehaften Charakteristika dieses Mediums ins Auge gesprungen. „Ich hab's getan: ich habe einen Schreibtisch selbst gebaut! Und ich kann kaum abwarten Euch davon zu erzählen, seit Tagen schon“ (elbmadame.de/diy-schreibtisch/). Die Einleitung hin zur Anleitung liest sich wie ein Vieraugengespräch unter besten Freunden. Es erscheint mir, als hätte sich eine Art „Blogger-Slang“ etabliert. „Und wen bittet man um Hilfe. Wenn der grobe Plan steht und es um die Holzauswahl und das Fachsimpeln über die richtige Oberflächenbehandlung geht? Richtig, da kann nur der weltbeste Papa helfen“ (Ebd.). Nun ja, den Rat meines Vaters habe ich dann natürlich auch herangezogen. Mit Erfolg, denn anstatt mir eine doch relativ teure Holzplatte – im Vergleich zu IKEA-Schreibtischen natürlich aber auch mit einem riesigen Qualitätsunterschied verbunden, der es mir Wert ist – bei einem Holzhändler zu kaufen, hatte mein Vater – selbst Schreiner, „Glück gehabt“ – eine Platte aus Kirschholz im Lager stehen, die bereits perfekte Maße besaß. Dabei habe ich auch nicht die exakten Maße dem Blog entnommen, sondern mit 190 x 70 cm eine etwas kleinere Arbeitsfläche gewählt – auch hier erinnere ich mich an Stefanies' Worte, insofern ich eine Inspiration aufgegriffen habe, aber die Zusammensetzung und Feinheiten individualisiert werden. Auch die Tischbeine habe ich etwas anders „gestaltet“, bzw. gewählt. Zum einen habe ich mir für kleines Geld beim „großen Schweden“ – wie Ikea in der Blogger-Szene umschrieben wird – einen Lerberg Tischbock (6.00 €) besorgt und als zweites Standbein diente mir ein simples Helmer Schubladenelement (29.99€). Auch hier war es Geschmackssache und individuelle Freiheiten des DIY-Prinzips, insofern mir der Schrank aufgrund seines Baustoffes besser gefiel – zur Ergänzung, Jasmin verwendete den Alex-Schubladenschrank ebenfalls von IKEA. Da ich schon immer ein großer Fan der Eames-Chairs war und ich natürlich den kompletten Look haben wollte, bin ich dank der Kommentarfunktion auf elbmadame.de auf einen Onlinehändler in Großbritannien aufmerksam geworden. Ein Vorteil der dem Medium tatsächlich zu Gute kommt, da vor mir bereits ein Follower das Projekt gelobt und ihr Interesse an den Stühlen bekundet hat. Jasmin antwortete zügig auf die Frage nach der Herkunft dieser begehrten Sitzgelegenheiten und gab zusätzlich noch den Tipp, man solle in England bestellen, da es dort sehr schöne Repliken gibt, die deutlich günstiger als ihre Originale sind. Damit kann man durchaus vermerken: Blogs sind sehr nahbar und schnelllebiger! Dank diesem Geheimtipp konnte ich mir dann doch noch einen Eames zulegen – (ca. 75.00 €). Die restlichen Arbeitsschritte sind schnell erzählt. Die Platte habe ich dann so gut es mein Können eben erlaubte bearbeitet – abgeschliffen, mehrmals gewachst, damit sie die schöne kräftige Farbe bekommt und poliert. Und das war der spaßigste und in gewisser Weise auch entspannteste an diesem Unterfangen war tatsächlich die Arbeit an der Platte – die beinahe flotter erledigt war, als die nervige Montage der IKEA-Böcke; vermutlich ein ewiger Kampf. Das war es dann auch schon! Ich habe dann tatsächlich noch eine kleine Modifikation vorgenommen, die so auf dem Blog nicht stattgefunden hat. Dabei habe ich auf dem Lerberg Tischblock eine passende Holzplatte platziert, die ich ebenfalls mit den gleichen Schritten bearbeitet habe. So konnte ich mir zusätzlichen Stauraum für Bücher schaffen. Da wären wir schon wieder bei dem Thema Inspirationsquelle Blog. Auch wenn mein neuer Schreibtisch dem auf Jasmins Blog sehr nahe kommt, wirkt er aufgrund kleiner Feinheiten und individueller Geschmäcker – Wohnen ist ein weites Feld – eben dann doch persönlich ,designt'. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Tatsächlich treffen die vielfach erwähnten Kategorien zu, die besonders Freunde am Selbermachen bereiten: Stolz, Individualität, Spaß, Geld und Entspannung!

 

 


Quellen- und Literatur

 

Quellen

 

Schöner Wohnen. So wird's gemütlich. Schlafzimmer. Wandgestaltung. November 2015.

 

Schöner Wohnen. Umbauen & Renovieren. Teppiche. Bad. September 2015.

 

Schöner Wohnen. Mehr Platz, Tisch&Stuhl, Kreativ Einrichten. August 2015.

 

Schöner Wohnen. Farbe. Eine Küche, Zwei Look. Sommerfrische. Juli 2015. S. 134.

Schöner Wohnen. Mehr Platz, Tisch&Stuhl, Kreativ Einrichten. August 2015, S. 59.

H.O.M.E. Das Designmagazin zum Wohlfühlen. Mai 2015.

 

 

Internetquellen

 

http://augenpralinen.de/2015/06/beistellmoebel-aus-alten-weinkisten-2/

http://decor8blog.com/

http://www.livingathome.de/wohnen-selbermachen/wohnideen/4323-rtkl-die-besten-wohnblogs

http://www.placesofspirit.de/

http://www.roomido.com/wohnen-einrichten/ideen/diy-couchtisch 

http://www.solebich.de/menschen

http://www.solebich.de/wohnen/homestorys 

http://www.solebich.de/wohnen/herbstdeko

http://www.schoener-wohnen.de/einrichten/9426-thma-einrichten-im-herbst-und-winter

https://www.westwing.de/magazin/

 

Literatur


Hanspeter Gondring; Eckhard Lammel: Handbuch Immobilienwirtschaft. Wiesbaden 2001, S. 150.

Susanne Klinger: Hab ich selbst gemacht: 365 Tage, 2 Hände, 66 Projekte. 2011.

Anja Martin: Bei Freunden unterm Sofa. Der Boom der Wohnblogs. In: http://www.fluter.de/de/122/thema/11614/. 22.05.2013, (04.04.2016).

Barbara Perfahl: Ein Zuhause für die Seele. In fünf Schritten zum Wohlfühl-Zuhause. Freiburg 2015.